Urkundenfälschung

Ahauser fälscht Schreiben aus Drogenentzugsklinik und fällt damit auf

Um um eine Entzugstherapie herumzukommen, hat ein Mann ein Schreiben aus einer Klinik gefälscht. Der Trick fiel jedoch auf. In seiner Wohnung fand die Polizei zahlreiche Fälscherwerkzeuge.
Wegen Drogendelikten und Urkundenfälschung hat ein Ahauser nun Ärger bei Gericht.
Wegen Drogendelikten und Urkundenfälschung hat ein Ahauser nun Ärger bei Gericht (Symbolfoto). © picture alliance / Arne Bänsch/dpa

Da staunte ein Ahauser (40), als es an seiner Haustür klingelte und die Polizei ihn festnahm. Die Beamten offenbarten ihm, dass der Haftverschonungsbeschluss, der unter Auflagen außer Vollzug gesetzt worden war, wieder in Kraft getreten war. Der Ahauser hatte im Juni wegen verschiedener Drogendelikte vor Gericht gestanden, wie die Pressestelle der Polizei mitteilt.

Ein Richter am Amtsgericht machte dem Mann folgende Auflage: Er solle an einer Drogenentwöhnungstherapie teilnehmen. Anstatt sich straffrei zu führen und seiner Bewährungsauflage nachzukommen, hatte der Mann eine notwendige Bescheinigung gefälscht, um seine Teilnahme an einer Entgiftung und einem stationären Aufenthalt in einer Entzugsklinik vorzutäuschen.

Ein Anruf in dem Krankenhaus brachte schnell die Wahrheit ans Licht. Die Form und der Text entsprachen nicht den Schreiben, die von dort gewöhnlich versendet werden. In der Patientendatei des Hauses war der Name des Ahausers zudem nicht zu finden.

So wurde er dem zuständigen Richter vorgeführt und anschließend in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. In seiner Wohnung wurden übrigens wiederum Drogen aufgefunden. In Sachen Urkundenfälschung war der 40-Jährige bereits in der jüngeren Vergangenheit aufgefallen.

In seiner Wohnung fanden Ermittler zahlreiche Gegenstände, die zum Fälschen von Dokumenten sowie Ausweisen erforderlich sind. Die Beweislage reichte jedoch seinerzeit nicht für eine gerichtliche Verurteilung aus. Die Gerätschaften mussten wieder ausgehändigt werden.

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