Mehrere Schüsse auf der van-Delden-Straße gefallen – das steckt dahinter

Schüsse in Ahaus

Mehrere Zeugen alarmierten am Sonntagabend die Ahauser Polizei, weil auf der van-Delden-Straße Schüsse gefallen waren. Bei den mutmaßlichen Tätern wurden mehrere Waffen sichergestellt.

Ahaus

29.07.2019, 12:10 Uhr / Lesedauer: 1 min
Mehrere Schüsse auf der van-Delden-Straße gefallen – das steckt dahinter

In der Nähe des Ahauser Marienplatzes fielen am Sonntagabend mehrere Schüsse. © picture alliance/dpa

Mit einer Schreckschusspistole hat am Sonntag ein junger Mann in Ahaus für Aufregung gesorgt. Zeugen hatten sich zunächst in Sicherheit gebracht und die Polizei alarmiert, als gegen 22.25 Uhr auf der van-Delden-Straße in Höhe des Marienplatzes mehrere Schüsse fielen. Die Zeugen hätten auch wegen der Knall-Lautstärke nicht ausmachen können, um welche Art Waffen es sich handelte.

20-jähriger Heeker streitet Tat ab

Die Polizei rückte schnell aus. Die Polizeibeamten erkannten vor Ort eine Gruppe von drei Personen, aus der nach Zeugenangaben heraus einer der Beteiligten mehrfach in die Luft geschossen hatte. Ein tatverdächtiger 20-jähriger Heeker stritt dies ab. In seinem Wagen entdeckten die Beamten allerdings auf dem Beifahrersitz eine geladene Schreckschusspistole.

Im Fahrzeug fanden sich noch eine weitere geladene PTB-Waffe und ein Schlagring. Die Beamten stellten die Waffen sicher und fertigten eine Strafanzeige an.

  • Eine Schreckschusswaffe funktioniert in der Regel mit Reizgas oder Kartuschenmunition als Patronen. Sehr verbreitet ist auch die Schreckschusswaffe mit Platzpatronen (bzw. Knallpatronen)statt scharfer Munition und Abschussbecher am Lauf, die beim Abfeuern einen lauten Knall erzeugt, um eine Abschreckung durch den Schreckschuss zu erzeugen.
  • In Deutschland darf man bestimmte Schreckschusswaffen ohne waffenrechtliche Besitzerlaubnis erwerben. Wenn jemand bereits das 18. Lebensjahr vollendet hat und lediglich eine Schreckschuss- oder Reizstoffwaffe erwerben oder besitzen möchte, braucht er keine Erlaubnis.
  • Wenn jedoch eine Schreckschuss- oder Reizstoffwaffe, geführt werden soll, die das PTB-Zeichen besitzt, benötigt man hierfür den sog. „kleinen Waffenschein“ nach § 10 Abs. 4 Waffengesetz.
  • Mit „führen“ ist in diesem Zusammenhang das „dabeihaben“ einer derartigen Waffe außerhalb der eigenen Wohnung, des eigenen Geschäfts oder des eigenen Grundstücks gemeint.
  • Quelle: www.juraforum.de
Schlagworte:
Lesen Sie jetzt