Melanie Probst hilft brasilianischen Kindern

Verein „Esperança“

HEEK Melanie Probst ist 37 Jahre alt. Als sie vor 18 Jahren, kurz nach dem Abitur, zum ersten Mal nach Brasilien reiste, sollte sich ihr Leben auf einen Schlag ändern. Drei Monate verbrachte die junge Frau damals in Sao Paulo und am Amazonas. Sie wusste sofort: „Das ist genau mein Ding.“

von Von Jana Kattenbeck

, 04.11.2009, 17:01 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Der Zuckerhut, der Christus und die Copacabana sind einfach wahnsinnig schön“, schwärmt Uta Antemann. Wenn die Frauen von ihren Erlebnissen erzählen, nehmen sie einen mit auf eine Reise durch den Urwald und über den Amazonas. „In Manaus gibt es unglaublich viele Straßenkinder. Viele von ihnen haben für den Staat keine Identität, sie sind nicht registriert, wissen nicht, wer ihre Eltern sind, geschweige denn, wie sie heißen“, kommentiert Melanie Probst.„Drogen, Gewalt und sogar Morde sind unter ihnen keine Seltenheit“, ergänzt sie. Diesen Kinder wolle der Verein Esperança zu einem neuen Leben verhelfen. „Wir versuchen in vielen Projekten, mit den Kindern zusammen zu arbeiten.“ Einige Kinder arbeiten im Papierrecycling, gestalten bunte Postkarten, Schmuck oder Flip-Flops, andere sind als Schuhputzer tätig.

Die gefertigten kleinen Kunstwerke werden auf Märkten verkauft, die Schuhe poliert bekommt man in Manaus für umgerechnet 40 Cent. Im Stadtviertel St. Antonius leben die Ärmsten der Armen von Manaus. Und auch dort waren Melanie und Uta zu Besuch. „Die Kinder freuen sich riesig und sind stolz, wenn man zu ihnen nach Hause kommt.“ Es gibt keine Kanalisation, kein fließendes Wasser, selten Medikamente.“ Um Kinder aus dieser Umgebung und vor allem auch um lernschwache oder behinderte Kinder geht es dem Verein.

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