Corona-Pandemie

Messdiener sammeln selbst genähte Stoffmasken, um in Mexiko zu helfen

Selbst genähte Stoffmasken braucht in Deutschland kein Mensch mehr. Doch bevor sie im Müll landen, wollen die Messdiener sie einsammeln. Denn in anderen Ländern werden dringend Masken benötigt.
Noelle Sudhues (l.) und Dominik Kappelhoff von der Messdienerleiterrunde aus Wessum haben die Sammlung von Stoffmasken angestoßen. In den Kirchen in Ahaus, Alstätte, Ottenstein, Wessum und Wüllen wurden Spendenboxen aufgestellt. Bis zum 30. Mai werden dort die selbst genähten Stoffmasken gesammelt. © Stephan Rape

Im vergangenen Jahr waren sie das Mittel der Wahl gegen die Pandemie: selbst genähte Stoffmasken. Spätestens seit aber überall FFP2- oder medizinische Masken Pflicht sind, fristen die selbst genähten Modelle ein tristes Dasein. Oder sind sogar schon in der Tonne gelandet.

Doch sie können auch jetzt noch von Nutzen sein: beispielsweise in Mexiko. Die Messdienerleiterrunde aus Wessum will sich an einer Sammelaktion beteiligen, die genau nach diesen Masken sucht. „Angestoßen hat das ein Kindergartenleiter aus Duisburg“, erzählt Dominik Kappelhoff von der Messdienerleiterrunde.

Dort sei die Aktion sehr gut angelaufen. Die Wessumer erfuhren davon durch eine Nachricht vom Bistum Münster, wollten helfen und telefonierten die Küster in Ahaus und den Ortsteilen ab. Kein Problem, kurze Zeit später wurden die Sammelboxen aufgestellt.

Stoffmasken sollen in Mexiko und weiteren Ländern helfen

Die Masken, die hier niemand mehr braucht, sollen gesammelt, gereinigt und dann nach Mexiko und in weitere Länder geschickt werden, wo aktuell auch diese einfachen Masken nicht zu bekommen sind. „Da ist die Corona-Pandemie im Moment noch viel schlimmer“, ergänzt Noelle Sudhues.

Bis Ende Mai werden die großen Sammelkisten nun in den Kirchen in Ahaus, Alstätte, Ottenstein, Wessum und Wüllen stehen. „Nach Graes haben wir leider noch keinen Kontakt bekommen“, erklärt Dominik Kappelhoff.

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