Ministerien: Es gibt Überlegungen zu Einlagerung von Jülich-Castoren in Ahaus ab 2013

AHAUS NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben hat Berichte der Münsterland Zeitung bestätigt, wonach Castoren aus dem Forschungsreaktor Jülich möglicherweise ab 2013 im Zwischenlager Ahaus eingelagert werden.

23.03.2009, 14:41 Uhr / Lesedauer: 1 min

Das Forschungszentrum Jülich sieht das Zwischenlager in Ahaus als mögliche Alternative zu seinem eigenen Zwischenlager vor Ort, dessen Betriebsgenehmigung 2013 ausläuft. Das hatte die Pressesprecherin des Forschungszentrums, Anne Rother, Mitte Februar auf Anfrage der Münsterland Zeitung mitgeteilt. Für die Einlagerung in Ahaus sprechen aus Sicht des Forschungszentrums Jülich vor allem Sicherheitsgründe. „Dies erscheint vor dem Hintergrund der Verkehrslage der Standorte sowie im Hinblick auf die unterschiedliche Seismologie nachvollziehbar“, so Thoben. Zudem, so die Ministerin, sei es geboten, auch wirtschaftliche Aspekte zu berücksichtigen, da die Kosten durch öffentliche Gelder aufgebracht werden müssten.

In weiteren Schreiben betont das NRW-Forschungsministerium wie auch das Bundesforschungsministerium, dass noch keine Entscheidung gefallen sei. Allerdings sieht auch der Staatssekretär im Bundesforschungsministerium, Frieder Meyer-Krahmer, gute Gründe für eine Einlagerung in Ahaus. Er sieht einen „beträchtlichen Gewinn an Sicherheit, da dann nur noch ein Zwischenlager in NRW bestehen würde, das den modernsten sicherheitstechnischen Anforderungen entspricht.“ Außerdem so Meyer-Krahmer, würde „die in Rede stehende Menge nur einen sehr kleinen Teil der Lagerkapazitäten in Ahaus beanspruchen.“ gro

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