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Ministerpräsident Armin Laschet lobt im Karpaten-Festzelt das Münsterland

mlzMinisterpräsident in Ahaus

Wo sonst gefeiert und getanzt wird, wurden am Samstag ernste Gespräche über die Europawahl geführt. Unter anderem Armin Laschet und Dr. Markus Pieper gaben sich im Festzelt die Ehre.

von Stefan Hubbeling

Ahaus

, 12.05.2019 / Lesedauer: 3 min

Das Karpaten-Festzelt ist ja eigentlich nicht unbedingt bekannt für ernste Gespräche über Politik. Der Samstagnachmittag jedoch stand ganz unter dem Motto „50 Prozent Politik, 50 Prozent Party“.

Kurz vor der Europawahl am 26. Mai gaben sich auf Einladung der Jungen Union NRW und Niedersachsen große Namen die Ehre. So sprachen der CDU-Landesvorsitzende Armin Laschet, Europaabgeordneter Dr. Markus Pieper und Gesundheitsminister Jens Spahn über die Bedeutung der Europäischen Union.

„Im Zuge der aktuellen politischen Weltlage und im Vergleich zu den Globalplayern China und Russland muss Europa eine starke Einheit bilden, um weiter politischen und wirtschaftlichen Einfluss ausüben zu können“, meinte Dr. Markus Pieper. Der EU-Spitzenkandidat stellte außer Frage, dass diese politische Stellung wesentlich besser mit Großbritannien als vollwertiges EU-Mitglied zu verteidigen ist.

„Kleiner Sieg für die britischen Brexit-Gegner“

„Die Briten nehmen an der Europawahl teil. Das ist ein kleiner Sieg für die britischen Brexit-Gegner“, hoffte er. Trotz aller Skepsis in der Bevölkerung zeigte er die Vorzüge der EU auf. „Man denke nur an die durchgängigen Zugverbindungen innerhalb der EU-Länder oder die gemeinsame Währung.“

Ministerpräsident Armin Laschet lobt im Karpaten-Festzelt das Münsterland

© Stefan Hubbeling

Die gebürtige Heekerin und NRW-Landtagsabgeordnete Heike Wermer erzählte, was sich durch die EU direkt hier an der deutsch-niederländischen Grenze geändert hat. „Die Grenzen fielen weg und es war leichter, auf niederländischem Boden die typisch beliebten niederländischen Produkte zu kaufen.“ In ihrem Studium nutzte sie auch das Erasmus-Programm, eine Institution, die einen gegenseitigen Studentenaustausch organisiert und begleitet. „Ich war in Salzburg und konnte so die Vorzüge der EU persönlich kennenlernen“, berichtete Heike Wermer.

Klare Meinung von Spahn zum Thema Impfpflicht

Der gebürtige Ottensteiner und Bundesminister für Gesundheit, Jens Spahn, freute sich zunächst, dass er mal wieder vor heimischem Publikum diskutieren durfte. „Es ist immer wieder schön, nach Hause zu kommen. Ich bin gerade mal zwei Kilometer von hier aufgewachsen und habe hier in diesem Festzelt schon tolle Partys gefeiert“, schwelgte Spahn in Erinnerungen. Zum Thema Impfpflicht hatte er eine klare Meinung: „Wenn man durch die Impfpflicht eine lebensbedrohliche Krankheit quasi aussterben lassen kann, gibt es keine andere Alternative als die Impfpflicht.“

Als eine wesentliche Errungenschaft der EU führte Spahn die gemeinsame Verteidigungspolitik an. Wenn ich sehe, dass heutzutage Deutsche, Niederländer und Franzosen gemeinsam militärisches Equipment nutzen und gemeinsam eine Verteidigungsstrategie entwickeln, dann ist das schon grandios“, meinte Jens Spahn.

Mit großem Applaus wurde danach NRW-Ministerpräsident Armin Laschet von den Festzeltgästen begrüßt. Zunächst lobte der Ministerpräsident das Münsterland als eine Region, die sich von der einstigen Textilhochburg zu einer Region mit sehr innovativen und mittelständischen Wirtschaftszweigen entwickelt hat. Auch Laschet warnte, mit Blick auf die Europawahl, vor den antidemokratischen Parteien aus der rechten und linken Szene. „Durch eine gute Wahlbeteiligung bei der Europawahl können wir die Demokratie stärken“, analysierte Armin Laschet.

Nach drei Stunden war die Diskussion beendet. „Die Podiumsdiskussion war sehr aufschlussreich. Dieser Nachmittag hat mir aufgezeigt, dass die Europawahl genauso wichtig ist wie jede andere politische Wahl“, erkannte Thomas Terhaar aus Alstätte.

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