Mit „Fisch, Brot und Wein“ geht das Pfarreiteam an den Start

mlzGrillevent Alstätte

Erstmals nimmt die Kirchengemeinde Alstätte-Ottenstein am Grillevent in Alstätte teil. Das Pfarreiteam ist motiviert und legte eine Trainingseinheit bei Pastoralreferent Benedikt Rake ein.

von Rupert Joemann

Ahaus

, 15.06.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Gemüse mit passierter Tomate oder ohne, das ist hier die Frage. Die acht Mitglieder des Kochteams der Pfarrei St. Mariä Himmelfahrt diskutieren eifrig über die Vor- und Nachteile. Der Vorteil der Mit-Tomaten-Variante: Das Gemüse erhält eine weitere Geschmacksnote. Der Nachteil: Das Gemüse wird weicher, vielleicht zu weich. Auf die Entscheidung, für welche Variante sich das Team entschieden hat, dürfen sich die Gäste des Grillevents im Alstätter Freibad am Samstag, 15. Juni, zwischen 14 und 17 Uhr freuen.

Probegrillen im Garten

Donnerstagabend: Im Garten von Pastoralreferent Benedikt Rake findet das Probegrillen des Pfarrei-Teams statt. Erstmals nimmt die Kirchengemeinde am Grillevent teil. Doch bevor es an den Gasgrill geht, müssen die Zutaten geschnibbelt werden. Benedikt Rake gibt den Takt vor. Kein Wunder, schließlich ist er gelernter Koch. Als Beilage zum Fisch wird eine Gemüsekombination mit Paprika und Zucchini serviert. Für die Gewürze muss Rake nur in den Garten gehen. Sein Hochbeet ist bestens bestückt mit allerlei Leckereien. Der Thymian- und Rosmarin-Vorrat reicht locker fürs Grillevent. Die Fischauswahl erfolgt kurzfristig. „Das hängt vom Preis ab“, sagt Benedikt Rake. Er hätte am liebsten Wolfsbarsch oder Dorade.

1,50 Euro pro Gericht

Gerade einmal rund 1,50 Euro stehen jedem Team als Wareneinsatz pro Gericht zur Verfügung. Eine echte Herausforderung. „Mit Fischstäbchen wäre das unproblematisch“, sagt eine der vier Damen im Achter-Team schmunzelnd. Doch dem Pfarrei-Team greift vermutlich ein Sponsor unter die Grillzange.

Während sich Andrea Terhaar und Heike Redlich um die Minibrot-Scheiben im Backofen kümmern, wendet Matthias Dornbusch das Gemüse in der Pfanne. „Das Gemüse ist so klein, das kriegt man nicht auf den Grill“, erklärt Benedikt Rake.

Die Zutaten werden auf den schön gedeckten Tisch gestellt. Jetzt fehlt nur eins – der Fisch. Gesalzen und gepfeffert sind die kleine Dorade- und Wolfsbarsch-Stücke schon. Jetzt fehlt nur noch Power vom Grill.

Benedikt Rake legt einige Fischstückchen auf den Gasgrill. Kurze Zeit später wendet Matthias Dornbusch die Fische. Bei einigen Stücken bleibt die Haut am Grillrost kleben. Die Ursache ist schnell gefunden, die Gasflasche ist leer, der Rost nicht heiß genug. Rake holt aus der Garage eine neue – und schon kann‘s weitergehen.

Prost mit Messwein

Rake und Dornbusch schenken Wein ein. Es ist ein trockener Grauburgunder aus Baden, der Messwein der Kirchengemeinde. Früher gab es strenge Regeln für einen Messwein, die sind gelockert worden, sodass die Pfarrgemeinde auf einen in Alstätte erhältlichen Tropfen zurückgreift. Auch beim Grillevent wird ein Schlückchen Weißwein ausgeschenkt. Frisch serviert in einem Pinnchen. Das Motto für das Gericht lautet schließlich ganz kirchlich „Fisch, Brot und Wein“. Der genaue Name steht noch nicht. Den muss das Team erst am Samstagvormittag den Organisatoren mitteilen.

An diesem Donnerstagabend wird lieber über anderes geplaudert. Doch zunächst spricht Benedikt Rake ein kurzes Tischgebet. Dann wird probiert. „Schmeckt wirklich gut“, sind sich die Teammitglieder einig. Das müssen jetzt auch nur noch die Gäste beim Grillevent so sehen.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt