Dank eines durchdachten Hygienekonzepts sollen die Karpaten-Gäste im September unbeschwert feiern dürfen. Die Veranstalter haben dazu zwei Modelle für ein "Karpaten Open" in der Schublade liegen. © Raphael Kampshoff
Karpaten-Festival

Mit neuem Konzept: „Karpaten Open 2021“ geht im September an den Start

Im September soll auf dem Karpaten-Gelände gefeiert werden dürfen – mit alternativem Konzept. Beim Motto „Karpaten Open“ soll der Name durchaus Programm sein, teilen die Veranstalter mit.

Die Veranstalter haben nun Nägel mit Köpfen gemacht: Das Karpaten-Festival soll nach dem Komplettausfall im Vorjahr 2021 noch in seine nächste Runde gehen. Dies allerdings zu einem neuen Termin – im September – und mit einem alternativen Konzept. An aktuell geplanten drei Samstagen lautet das Motto „Karpaten Open“ – und diese doppeldeutige Botschaft sei durchaus bewusst gewählt, berichtet Hermann Niemeier vom Team Karpaten: „Erstens: Wir öffnen wieder zu einer Art Neustart. Zweitens: Das Event wird offener als bekannt durchgeführt werden.“

„Wir möchten mit euch den Sommer bei Karpaten verlängern!“ Mit diesen Worten sorgten die Karpaten-Veranstalter am Wochenende in den Sozialen Medien für einen kleinen Adrenalinschub bei vielen Festivalanhängern. „Auf diesen Testballon haben wir schon viel positive Resonanz erhalten“, erklärt Hermann Niemeier. Er schränkt aber im gleichen Moment wieder ein, ganz bewusst: „Unser Konzept lässt es je nach Pandemielage immer zu, wieder die Reißleine zu ziehen.“ Man habe bei der Konzeptentwicklung im ständigen Austausch mit den Behörden gestanden und bleibe dies auch.

Veranstalter haben zwei Modelle in der Schublade

Primär freue man sich auf den Neustart. Für diesen wurden zwei Alternativmodelle ausgearbeitet: eines ist angelehnt an die Möglichkeiten in der Inzidenzstufe 0, das andere an die Rahmenbedingungen der Inzidenzstufe 1. Aktuell eine wackelige Geschichte. Die „dynamische Entwicklung“ während der vergangenen gut 15 Monate habe gezeigt, dass auch Eventveranstalter ein hohes Maß an Flexibilität an den Tag legen müssten. Welcher Plan schließlich auch greifen wird – dem Motto „Karpaten Open“ würden beide Modelle gerecht werden, so Niemeier: „Wir sehen entweder eine offene oder halboffene Variante vor.“ Wenig werde also an das bekannte Zeltfestival mit verschiedenen Bühnen erinnern.

Einen besonderen Festival-Schwerpunkt werden DJs von internationalem Rang und Local-DJs bilden.
Einen besonderen Festival-Schwerpunkt werden DJs von internationalem Rang und Local-DJs bilden. © Raphael Kampshoff © Raphael Kampshoff

Unterstützt werden die Organisatoren von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) und dem Förderprogramm „Neustart Kultur“. „Wir sind in das Programm aufgenommen worden, was uns natürlich eine gewisse Sicherheit gibt.“ Man stehe, so Niemeier, schon seit rund einem Jahr im Austausch mit Berlin. Das Programm diene unter anderem der Stärkung und dem Erhalt der Kultur- und Musikinfrastruktur. Das färbt auch auf das Programm ab.

DJs bilden besonderen Schwerpunkt

Denn: Nicht nur die Location wird eine etwas andere sein. „Wir setzen vor allem auf DJs und Livebands verschiedener Genres, die eigene Hits an den Start bringen“, verspricht Hermann Niemeier. Namhafte Acts von internationalem Rang werden wieder von aufstrebenden Local-DJs begleitet. „Das Line-up steht weitgehend, wir hoffen, zeitnah Vollzug melden zu können“, so Niemeier.

Einen besonderen Fokus legen die Veranstalter auf das Hygienekonzept. Dank der (halb)offenen Zelte sei für ausreichend Raum gesorgt, viel spiele sich an der frischen Luft ab, geschützt seien die Gäste trotzdem vor witterungsbedingten Einflüssen. Grundvoraussetzung seien selbstverständlich auch die „3G“ als Eingangsvoraussetzung. Der nahezu kontaktlose Einlass werde mit dem Chayns-System von Tobit sichergestellt, rund 1800 bis 2000 personalisierte Tickets meint man – je nach aktueller Entwicklung – pro Abend ausgeben zu können. „Es wird alles ein Stück kleiner, ganz bewusst“, betont Hermann Niemeier noch einmal. Fix geplant sind vorerst der 11., 18. und 25. September.

Maigang-Tickets können auf Auflage 2022 umgebucht werden

Dass man nun das Konzept des „Karpaten Open“ präsentieren könne, sei eine „gute Botschaft“ an das Karpaten-Publikum, so Hermann Niemeier. Er blickt dabei schon aufs kommende Frühjahr und die dann (hoffentlich) „normale“ Karpatensaison voraus. So könnten Tickets, die für den Maigang 2021 gebucht worden waren, auf die Auflage 2022 umgebucht werden. Eine Umbuchung auf das anstehende Spätsommerevent sei hingegen nicht möglich, da es sich um ein komplett anderes Konzept handele.

Die positiven Rückmeldungen motivierten auch: „Unsere Gäste wissen, dass wir besonnen mit der Situation umgehen.“ Denn: „Wenn gefeiert werden soll, dann auch unbeschwert. Mit Open-Air-Charakter.“ Wie und zu welcher Musik, das soll in Kürze bekanntgegeben werden, so Hermann Niemeier.

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