Seinen Einspruch gegen den Strafbefehl zog der 31-jährige vor dem Amtsgericht Ahaus am Dienstagmorgen dann doch noch zurück. © Markus Gehring
Amtsgericht Ahaus

Mit über zwei Promille Alkohol am Steuer: Schwägerin ruft die Polizei

Über zwei Promille Alkohol hatte ein Ahauser im Blut. Trotzdem setzte er sich ans Steuer. Seine eigene Schwägerin rief die Polizei. Die Geschichte endete am Dienstag vor dem Amtsgericht.

Eine kurze Autofahrt unter viel zu viel Alkohol endete am Dienstagmorgen für einen 31-jährigen Ahauser vor dem Ahauser Amtsgericht.

Im vergangenen Dezember war er gegen 13.40 Uhr von der Baustelle seines Hauses zu seiner Wohnung gefahren. Seine eigene Schwägerin hatte damals mitbekommen, dass er getrunken hatte, und sprach noch mit ihm. Er setzte sich trotzdem ans Steuer.

Die Schwester seiner Ehefrau rief die Polizei. Sie hatten auf der Baustelle des gemeinsamen Doppelhauses gearbeitet. „Meine Schwester war schon weggefahren. Als dann der zweite Wagen auch weg war, bin ich davon ausgegangen, dass er gefahren ist“, sagte die 33-Jährige vor Gericht.

Über zwei Promille Alkohol im Blut

Die Polizei traf den Mann schließlich an seiner Wohnadresse. Dort gab er zu, gefahren zu sein. Auch mit einem freiwilligen Alkoholtest war er einverstanden. Erstes Ergebnis: deutlich über 1,5 Promille. Der spätere Bluttest wies dem 31-Jährigen dann sogar 2,17 Promille Blutalkohol nach. Das sagten die beiden Polizisten so auch vor Gericht aus.

Einspruch gegen Strafbefehl zurückgezogen

Der Mann hatte Einspruch gegen den Strafbefehl eingelegt. Nur deshalb kam es überhaupt zur Verhandlung. Vor Gericht schwieg er. Den Einspruch zog der Ahauser schließlich auf Anraten seines Anwalts zurück. Bis er seinen Führerschein erneut machen kann, muss er nun dennoch eine mehrmonatige Sperre abwarten.

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Redaktion Ahaus
Ursprünglich Münsteraner aber seit 2014 Wahl-Ahauser und hier zuhause. Ist gerne auch mal ungewöhnlich unterwegs und liebt den Blick hinter Kulissen oder normalerweise verschlossene Türen. Scheut keinen Konflikt, lässt sich aber mit guten Argumenten auch von einer anderen Meinung überzeugen.
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Stephan Rape

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