Monzaguhru Dirk Lating lud zum Opel-Treff

Monza, Senator und Co.

Zum 16. Mal hatte Dirk Lating, der selbst ernannte Monzaguhru, zum Treffen geladen. Am Sonntag kamen Fans klassischer Opel-Karossen von nah und fern. Vor Emily’s Sportsbar & Diner in Quantwick reihten sich rund 50 Opel-Modelle des Typs Monza, Commodore, Senator, Diplomat und Rekord aneinander.

AHAUS

23.05.2016, 17:43 Uhr / Lesedauer: 2 min
Nadine Lating, Peter Ludolf, Dirk Lating (v.l.) beim 16. Opel-Treff.

Nadine Lating, Peter Ludolf, Dirk Lating (v.l.) beim 16. Opel-Treff.

Die Liebe zu Opel-Automobilen ist erblich und hält ein Leben lang. Das stellte sich in den Gesprächen mit den angereisten Schraubern schnell heraus. Thomas aus Essen zum Beispiel fährt seinen aufgefrischten Monza GSE, Bj. 1986, seit fünf Jahren. Schon seine Eltern waren Opel-Fahrer. „Das hat mir damals schon immer gefallen.“ Auf dem Treffen verkaufte er übrig gebliebene Ersatzteile.

Manuel Dahlmanns Vater war Opel-Schrauber und auch er steht auf die Marke. Seinen linken Oberarm ziert ein Tattoo: Der Opel-Blitz und eine Bulldogge. „Es gibt Leute, die können nicht einmal mehr einen Vergaser einstellen“, sagte er und meinte, dass bei den älteren Opel-Modellen solche Eingriffe gut machbar sind. Modernere Autos müssen an einen Werkstatt-Computer angeschlossen werden, um Motorpannen abzufragen. Erich Schmidt hat an seinem roten Commodore A, Bj. 1967, nicht nur den Vergaser richtig eingestellt. Er kaufte den Cabrio im Jahr 1982 als Schrottauto und setzte ihn während dreimonatiger Intensivarbeit instand. Auf dem Treffen am Sonntag hat er einen Autosattler gefunden, der ihm die Sitze und das Verdeck wieder herrichten wird.

Autos mit Persönlichkeit

Schmidt, wie so mancher auf dem Treffen, betrachtet Autos als Persönlichkeiten. Liebevoll streifte sein Blick einen grün-metallicfarbenen Diplomat E. „Die Memphis Belle fährt ab,“ sagte er.

Die Liebe zum Auto auf die Spitze treibt Peter Ludolf. Am Tag vor dem Treffen hatte der Star-Schrotthändler eine achtstündige Autogrammsession in Leipzig gestemmt. Am Sonntag bei den Opel-Fans bummelte er von Gespräch zu Gespräch. „Erst die Familie, dann die Autos und dann die Kumpels“, erklärte Peter Ludolf seine Prioritäten, erzählte von seinen 28 Mantas und einem schwer verchromten LKW mit Holzlenkrad, den er aufgemotzt hat.

Dirk „Monzaguhru“ Lating und seine Frau Nadine haben Ludolf derzeit unter die Fittiche genommen. Ludolf drehte mit Lating YouTube-Videos über Auto-Basteleien. Das L-Team, wie sie sich nennen, fängt erst einmal klein an. Vier Videos sind fertig, weitere sollen folgen. Peter Ludolf fühlt sich sichtlich wohl im Münsterland. Seine Fans freuten sich, ihn hier zu treffen.

Das Monzaguhru-Treffen hat bessere Zeiten gesehen. „140 Autos standen hier dicht an dicht“, erinnerte sich Lating. Es scheint allerdings, dass sich mit Lating und Ludolf zwei gefunden haben, die etwas Neues auf die Beine stellen könnten.

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