Musik als Mission

Barbecue, Beer & Beethoven

Ludwig van Beethoven wurde am Samstagabend mit allen Facetten seiner Kompositionskunst den rund 120 Besuchern im Innenhof des Schlosses in Ahaus so richtig schmackhaft gemacht. "Barbecue, Beer & Beethoven" war das Motto des Abends.

Ahaus

, 09.07.2017, 19:07 Uhr / Lesedauer: 2 min

Dirk und Maximilian Klapsing konnten dafür in ihrer Konzertreihe "Musiklandschaft-Westfalen" das Orchester "M:LW Festival Philharmonie" mit dem bulgarischen Leiter Martin Panteleev und dem Solisten József Lendvay mit seiner Stradivari aus dem Jahr 1691 gewinnen.

'Barbecue, Beer & Beethoven' war der Abend überschrieben, denn in der ausgiebigen Pause boten die Veranstalter Biergartenatmosphäre und allerlei Leckereien vom Grill.

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"Barbecue, Beer & Beethoven"

"Barbecue, Beer & Beethoven" war die Veranstaltung überschrieben: Im Innenhof des Schlosses spielte am Samstagabend das Orchester "M:LW Festival Philharmonie“, Violinist József Lendvay begeisterte als Solist die Zuhörer. In den Pausen boten die Veranstalter Biergartenatmosphäre und Leckereien vom Grill.
09.07.2017
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© Elvira Meisel-Kemper
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Solist brilliert

Das Violinenkonzert von Beethoven in zwei Sätzen gönnte den Streichern keine Entlastung. Lendvay brillierte in diesem Werk mit seinem Solobeitrag. Es entwickelte sich ein faszinierender Dialog zwischen den Instrumentengattungen und zwischen Lendvay und dem Orchester. Lässig und vollkommen ohne Noten interpretierte er seine langen Soloparts, in denen nicht nur die Zuschauer, sondern auch die Musiker des Orchesters ergriffen lauschten.

"Der erste Satz ist wie ein himmlischer Chor von Engeln, unglaublich schön", schwärmte Panteleev, und so klang er auch. Im zweiten Satz entwickelte sich zwischen Lendvays Violine und dem Fagott ein spannender und tragender Dialog. Als die Streicher ihre Instrumente zupfend dazu erklingen ließen, war jeder letzte Zweifel an der virtuosen Referenz des Orchesters beseitigt.

Ungarischer Tanz

Ohne Zugabe kam Lendvay nicht von der Bühne. Der Violinist, der aus einer ungarischen Roma-Familie stammt, holte sich dazu einen Landsmann mit Gitarre auf die Bühne. Nur diese beiden Musiker spielten einen Ungarischen Tanz von Johannes Brahms.

Das "dramatische Leben" des ertaubenden Beethoven spiegelte sich in der 5. Sinfonie wider. "Beethoven machte ein Leitthema aus vier Tönen zum Hauptmotiv. Für einen Dirigenten ist das ein Albtraum", kommentierte Panteleev humorvoll. Sprudelnd vor Energie klang das Scherzo aus der 6. Sinfonie, während der zweite Satz aus der 7. Sinfonie "Pastorale" Naturlaute mit den Holzbläsern in den Raum entließ.

"Diese Musik ist eine Mission. Man muss glauben an die Kunst, an Gott, sonst wäre es keine Musik", lobte Panteleev den Zauber der Musik Beethovens. Stehend applaudierten die Besucher - es war der verdiente Lohn für das Orchester.

 

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