Musiker Salip Tarakci gibt geheime Konzerte in und um Ahaus

mlzPop-Up-Konzert

Die Stadt Ahaus und Musiker Salip Tarakci haben Konzerte in mehreren Nachbarschaften organisiert. Die ersten Kinder und Erwachsenen durften sich am Montag freuen. Wo geht es als nächstes hin?

Ahaus

, 23.06.2020, 20:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

In nur wenigen Minuten steht die kleine Bühne in einem Anhänger auf dem Lorenweg in Wüllen. Die Scheinwerfer leuchten bunt, auf einem Bildschirm steht „Ahaus singt on Tour“. Daneben: der Ahauser Musiker Salip Tarakci.

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Er hat sich gerade die Gitarre um den Nacken gehängt und spricht jetzt in das Mikrofon zu den Eltern und Kindern, die sich vor ihm versammelt haben. „Weil im Moment keine Konzerte stattfinden können, haben wir uns von der Stadt Ahaus und ,Ahaus singt‘ überlegt: dann kommen wir halt zu euch!“

Gemeinsam Kinderlieder und deutsche Pop-Songs singen

Ungefähr eine halbe Stunde lang geben Salip Tarakci und sein Percussionist am Montagnachmittag Kinderlieder und deutsche Pop-Songs zum Besten. Gemeinsam mit dem Publikum singen sie „Die Affen rasen durch den Wald“, „80 Millionen“, oder „An Tagen wie diesen“. Der Songtext wird dabei auf dem Bildschirm im Anhänger eingeblendet.

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Pop-Up-Konzert in Wüllen

Einige Kinder tanzen, die Erwachsenen wippen im Takt der Musik. Mehrere Leute zieht es aus ihren Häusern auf die Straße. „Ich finde das eine supertolle Idee! Nicht nur für die Kinder, sondern auch für uns Erwachsene“, sagt Marita Hemsing (53), die in der Nachbarschaft wohnt.

„Etwas Schönes nach Hause bringen“

Organisiert hat die Pop-Up Konzerte Karen Jungkamp vom Fachbereich Bildung, Kultur, Sport der Stadt Ahaus. Für die Technik ist die Firma PMA Veranstaltungstechnik aus Legden zuständig.

Musiker Salip Tarakci singt bei den Pop-Up-Konzerten mit den Zuhörern, die sich spontan vor der Bühne einfinden. In Wüllen stieß er am Montag auf Begeisterung.

Musiker Salip Tarakci singt bei den Pop-Up-Konzerten mit den Zuhörern, die sich spontan vor der Bühne einfinden. In Wüllen stieß er am Montag auf Begeisterung. © Madlen Gerick

„Wir wollen einfach etwas Schönes nach Hause bringen“, sagt Karen Jungkamp. Besonders die Kinder, die lange nicht in den Kindergarten oder die Schule gehen konnten, sollen davon profitieren. „Wir haben natürlich geguckt: Wo wohnen viele Kinder, wo ist nicht zu viel Verkehr und wo können wir mit dem Anhänger auch gut wenden. Wir versuchen aber, alle Gegenden in Ahaus abzudecken.“

Mehr Pop-Up-Konzerte sind geplant

Der Lorenweg in Wüllen ist schon die dritte Station an diesem Tag. Vorher gab es bereits Pop-Up-Konzerte in Alstätte und Wessum. „Das war schon ein richtiger guter Start heute. Die Leute sind zusammengekommen und haben zusammen gesungen. So können wir Kultur leben“, freut sich Salip Tarakci.

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Auch am Mittwoch und Donnerstag soll es weitere Pop-Up-Konzerte in und um Ahaus geben. Damit nicht zu viele Leute aufeinander treffen, bleibt aber noch geheim, wo diese stattfinden. Also: Ohren auf!

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