Mutter prangert verschleppte Sanierung an

Pestalozzischule

Direkt schockiert reagierte Manuela Dierker, als sie beim Tag der offenen Tür in der Pestalozzischule die Zustände dort gesehen hat. „Auch was die Lehrer erzählten, war nicht gerade aufbauend“, sagt sie. Ihr Sohn soll im Sommer 2015 dort eingeschult werden.

AHAUS

, 05.09.2014, 18:29 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Sanierung der Pestalozzischule läuft. Das Dach ist fast fertig.

Die Sanierung der Pestalozzischule läuft. Das Dach ist fast fertig.

„Erst musste klar sein, wie sich der Schulstandort Ahaus weiter entwickelt“, sagt Stadtsprecher Christoph Almering. Erst danach hätte die Politik sich für eine Sanierung entscheiden können. „Es hätte auch Proteste gegeben, wenn wir das Dach geflickt hätten, aber kurz danach die Schule geschlossen hätten“, sagt er. Auch das Lehrerkollegium an der Pestalozzischule ist froh über die Sanierung. „Das wurde wirklich dringend Zeit“, sagt Schulleiterin Sandra Deitert. Auch wenn die Schule lange habe warten müssen, kann sie die Verzögerung verstehen. „Es gab eben auch noch andere Baustellen am Schulstandort Ahaus“, sagt sie. Sie hofft nun darauf, dass die angekündigte Bauzeit bis Ende 2015 eingehalten werden kann. „Bisher“, fügt sie dann noch hinzu, „waren die Auswirkungen auf den Unterricht eher überschaubar.“ Noch bei der Entscheidung für die insgesamt 3,1 Millionen Euro teure Sanierung im vergangenen Dezember hatte Andreas Dönnebrink (SPD) kritisiert, dass die Entscheidung so lange verzögert worden war. Seine Fraktion habe schon zwei Jahre zuvor auf den schlechten Zustand der Schule hingewiesen, hatte er im Rat gesagt.

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