Atommüll-Genehmigung

Nach einer Woche noch kein Besucher wegen Atommüll-Genehmigung im Rathaus

Seit einer Woche liegt die Genehmigung der Bezirksregierung zur Atommüll-Lagerung im Zwischenlager Ahaus im Rathaus öffentlich aus. Noch hat keiner Einblick verlangt. Das hat mehrere Gründe.
Leere Stühle: Bis jetzt hat noch niemand im Rathaus Einblick in die Genehmigung der Bezirksregierung verlangt. © Bastian Becker

Seit dem 24. Juli liegt die Genehmigung der Bezirksregierung zur Lagerung von schwach- und mittelradioaktivem Abfällen am Standort Ahaus im Rathaus aus.

Die Bezirksregierung hatte die umstrittene Verlängerung, die nun bis zum Jahr 2057 gilt, am 17. Juli bekanntgegeben. Mittlerweile prüft die Stadt Ahaus eine Klage vor dem Verwaltungsgericht (wir berichteten). Doch auch nach einer Woche hat sich niemand im Büro von Michael Rörick vom Fachbereich Bauordnung nach den Unterlagen erkundigt.

Unterlagen sind auch online zu finden

„Möglicherweise hängt das damit zusammen, dass die Unterlagen auch online auf der Seite der Bezirksregierung zu finden sind“, vermutet Stefan Hilbring von der Pressestelle der Stadt. Bis zum Ende der Woche besteht noch die Möglichkeit, vor Ort einen genauen Blick auf die Unterlagen zu werfen.

„Wir haben erwartet, dass nicht viele kommen, weil das bei ähnlichen Aktionen in der Vergangenheit auch so war“, berichtet Michael Rörick. Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie sei es wesentlich bequemer und auch sicherer, die Informationen ohne Schutzmaske von zu Hause aus abzurufen.

Dass das Thema Ahaus beschäftigt, zeigte sich unter anderem bei der Sondersitzung des Rates in der Vorwoche. Viele Zuschauer verfolgten da die Diskussion mit Vertretern des Brennelemente-Zwischenlager Ahaus (BZA) und der Bezirksregierung Münster.

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