Nachts auf dem Trecker mit 4,2 Promille unterwegs

"Keine Ausfallerscheinungen"

Polizeibeamte haben in der Nacht zum Mittwoch einen Traktorfahrer aus dem Verkehr gezogen, dessen Blutalkoholgehalt über 4 Promille lag - eigentlich eine tödliche Dosis.

AHAUS

von von Stefan Grothues

, 28.03.2012, 14:37 Uhr / Lesedauer: 1 min
Nachts auf dem Trecker mit 4,2 Promille unterwegs

Die relative Fahruntüchtigkeit beginnt bereits bei 0,3 Promille. Ab 0,5 Promille ist das Führen eines Kraftfahrzeuges im Straßenverkehr verboten, ab 1,1 Promille wird von absoluter Fahruntüchtigkeit gesprochen. Bei Werten über 3 Promille wird bereits von einer „letalen“ also potenziell tödlichen Dosis gesprochen.

Ausnahmen mit deutlichen Werten über 4 Promille gibt es aber immer wieder, heißt es in der Fachliteratur. „Die Fälle sind gar nicht so selten“, erklärte gestern der Sprecher der Kreispolizei, Frank Rentmeister, auf Anfrage. Im aktuellen Fall habe der Gescheraner nicht einmal körperlicher Ausfallerscheinungen gehabt und sei auch nicht in Schlangenlinien gefahren. „Der Grund, warum er kontrolliert wurde, lag wohl eher darin, das er mitten in der Nacht mit einem Traktor unterwegs war.“ Gründe für einen Zweifel am Messergebnis sehe er nicht. „Die Methode ist bewährt und in der Regel verlässlich. Und das Alkotest-Gerät war geeicht.“ Gerichtsfest sei am Ende aber nur die Blutprobe.

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