Neue Steine sichern alte Fassade

Kirchturmsanierung

„Pick, pick, pick!“ Monoton schlägt Metall auf Stein – irgendwo hoch über dem Wessumer Kirchplatz. Die genaue Quelle des Geräusches lässt sich kaum ausmachen, denn der gesamte beige-graue Kirchturm ist mitsamt des Gerüsts und der Handwerker darauf hinter einem grünen Vorhang verschwunden. Ende des Jahres soll er sich wieder heben und den Blick frei geben auf einen dann rundum sanierten Turm. Kosten: rund 350 000 Euro.

WESSUM

von Von Sylvia Lüttich-Gür

, 15.08.2011, 18:44 Uhr / Lesedauer: 1 min
Präsentiert sich als Baustelle: der Kirchturm.

Präsentiert sich als Baustelle: der Kirchturm.

Nach einer gemeinsamen Turmbegehung bestand schnell Einigkeit darin, dass alle Fugen ersetzt werden müssen. Klar war aber auch, dass das allein aber nicht reichen würde, um die Fassadenflächen des Turms vor weiterem Verfall zu schützen. Eine Lösung wäre es, dass Mauerwerk zu verputzen. Darüber haben auch in Wessum die Experten nachgedacht, „aber nur kurz“, sagt Klemens Vennekötter von der Zentralrendantur Ahaus-Vreden.

„Dann haben wir nachträglich den Antrag gestellt, wo nötig, die Steine auszuwechseln“, ergänzt er: eine teurere, aber bessere Lösung. Wie sehr er sich freut, dass dieses Gesuch in Münster auf offene Ohren gestoßen ist – das Bistum trägt schließlich das Gros der Kosten – , ist ihm anzusehen. „Pick, pick, pick!“ Wie die Arbeit konkret vor sich geht, können die Besucher des Kirchplatzes hören: Steine abklopfen, schadhaftes Mauerwerk ausstemmen und die Lücke durch neue Sandsteine füllen: „Klassische Steinmetzarbeit eben“, sagt Paetzke. Dafür stünden seinen Mitarbeitern auch keine anderen Werkzeuge zur Verfügung als ihren Vorgängern, die einst die Wessumer Kirche mitsamt Turm errichtet haben. Noch sind die Handwerker ganz oben hinter dem grünen Vorhang tätig. Dass sie sich möglichst zügig herunter arbeiten, hofft nicht nur Klemens Vennekötter: „Ich wünschte mir, dass Weihnachten alles fertig ist.“

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