Neuer Schießstand in Barle?

Kreisjägerschaft

WÜLLEN / KREIS Die Kreisjägerschaft will in einer Sandgrube in Barle einen Übungsschießstand errichten. Anlieger fürchten einen erheblichen Eingriff in die Natur und unzumutbare Lärmbelästigungen.

von Von Stefan Grothues

, 23.10.2009, 16:16 Uhr / Lesedauer: 1 min
Für die Schießaus- und -fortbildung von Jägern und Jungjägern ist ein moderner Schießstand aus Sicht der Kreisjägerschaft unbedingt erforderlich.

Für die Schießaus- und -fortbildung von Jägern und Jungjägern ist ein moderner Schießstand aus Sicht der Kreisjägerschaft unbedingt erforderlich.

Durch die Tiefe der Sandgrube könnten nicht nur die erforderlichen Richtwerte eingehalten, sondern noch deutlich unterschritten werden. „An allen Hofstellen in der Umgebung blieben die gutachterlichen Geräuschmessungen deutlich unter dem erforderlichen Grenzwert“, so Rülfing. Im Moment ist das Sandloch rund zehn Meter tief. Zusätzliche Wälle sollen die Emissionen weiter verringern. Anwohner dagegen sehen in den Planungen einen erheblichen Eingriff in Natur und Umwelt. Familie Eilers fürchtet sogar existenzbedrohenden Lärm für ihren Ferienhof.

„Noch können Behindertengruppen hier die lang ersehnte Ruhe und Entspannung finden. Der Schießlärm und auch das erhöhte Verkehrsaufkommen – ein für Rollstuhlfahrer nicht zu unterschätzendes Risiko – mindern den Erholungswert“, so Herbert Eilers. Der Schießstand werde zudem den Lebensraum von Kreuzkröten, Uferschwalben und dem wieder heimisch gewordenen Uhu unwiederbringlich zerstören. Eilers: „Wir hoffen, dass alle direkt und indirekt betroffenen Barler und Anwohner aus Wendfeld sich gegen diesen Plan wehren.“ Die Kreisjägerschaft setzt auf Dialog: „Uns ist bewusst, dass der Betrieb eines Schießstandes nicht ohne Lärm funktioniert. Wir werden aber alles daran setzen, ihn möglichst zu vermeiden. Die Schießanlage wird in dieser Hinsicht die modernste weit und breit.“

Vor dem Einstieg ins Genehmigungsverfahren sollen nach Abschluss der Planungen die Anwohner im ersten Quartal 2010 informiert werden. Heinrich Rülfing: „Bis dahin können wir auch sagen, wie der Schießstand aussehen soll. Und es bleibt Zeit für Anregungen oder Bedenken, die im Gesamtkonzept berücksichtigt werden können.

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