Umweltverschmutzung im Ahauser Schlossgraben: Ursache für Ölschlieren weiter ungeklärt

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Eine bisher unbekannte Flüssigkeit verteilte sich in der vorvergangenen Woche im Ahauser Schlossgraben. Bei der Suche nach dem Verursacher geht es für die Polizei vorerst nicht weiter.

Ahaus

, 01.12.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Unschöne Farben prägten in der vorvergangenen Woche die Gräfte im Ahauser Schlossgraben. Blaue, pinke und gelbe Schlieren verteilten sich auf dem Wasser. Wo die Flüssigkeit herkam, wurde noch nicht herausgefunden. „Wir haben bisher keinen Verursacher gefunden und haben auch keine konkreten Ermittlungsansätze“, sagt Thorsten Ohm von der Pressestelle der Kreispolizeibehörde Borken.

Die Polizei, die wegen eines Umweltdeliktes ermittelte, forscht daher vorläufig nicht weiter. „Die Ermittlungen sind erst mal eingestellt. Aber wenn wir einen konkreten Ansatz oder Hinweis bekommen, nehmen wir die Untersuchungen selbstverständlich wieder auf“, meint Thorsten Ohm, der um weitere Hinweise von Zeugen bittet.

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Auch die untere Wasserbehörde des Kreises Borken prüft den Fall nicht weiter. „Die Ermittlungen von Kreisseite wurden eingestellt, da weitere Untersuchungen nicht zielführend wären“, teilt Karlheinz Gördes, Pressesprecher des Kreises Borken, mit.

Am 19. November war eine Flüssigkeit – wohl in einer Menge von zwei bis drei Litern – in den Graben gelangt und hatte für eine Verschmutzung gesorgt. „Der Kraftstoff ist vermutlich über die Aa Umflut in den Schlossgraben gelangt“, vermutete Christoph Stattmann-Schnell, der als Einsatzleiter der Feuerwehr an dem Tag vor Ort war. Stefan Hilbring, Pressesprecher der Stadt Ahaus, sprach in diesem Zusammenhang von „Umweltverschmutzung.“

Umweltverschmutzung im Ahauser Schlossgraben: Ursache für Ölschlieren weiter ungeklärt

In der vergangenen Woche lief eine bisher unbekannte Flüssigkeit in die Gräfte am Ahauser Schlossgraben hinein. © Maximilian Konrad

Die Feuerwehr versuchte mit Ölschlängeln, den Kraftstoff zu enthnehmen. Das ist auch gelungen. „Es ist alles beseitigt, die Flüssigkeit ist aufgesogen“, sagt Dirk Honekamp, stellvertretender Leiter der Feuerwehr Ahaus. „Wir haben den Zustand des Ölschlängels innerhalb der Woche kontrolliert und festgestellt, dass keine neue Flüssigkeit mehr nachfließt.“

Öl, Benzin oder Diesel

Auch die Feuerwehr kann über eine mögliche Ursache keine Angaben machen – genauso wie über die Art des Kraftstoffs, der ins Wasser gelangt ist. Öl, Benzin oder Diesel lauteten die Vermutungen am Tag des Geschehens.

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Mit einem Paddelboot waren die Feuerwehrleute auf der Gräfte gefahren und hatten den Ölschlängel am Ufer und am Vorbau des Schlosses befestigt, um auf diese Weise die Flüssigkeit auf der gesamten Breite der Gräfte aufzunehmen. Zudem wurde eine zweite Ölsperre an der Austrittstelle der Flüssigkeit befestigt.

Wer etwas gesehen hat oder einen Hinweis zu den Ermittlungen der Polizei hat, kann sich bei der Kreispolizeibehörde Borken melden. Tel. (02861) 9 00 22 22.
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