Mit diesem lokalen Online-Angebot gehört das Kisten-Schleppen der Vergangenheit an

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„Bring2Drink“ heißt das Online-Angebot, das „Fresh+Cool Grünewald“ im April auf den Markt gebracht hat. Damit soll das Kisten-Schleppen der Vergangenheit angehören.

Ahaus

, 11.07.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wer in den vergangenen Jahren einmal einen Abstecher nach Münster, Dortmund oder Essen gemacht hat, dem werden mit hoher Wahrscheinlichkeit die zahlreichen violett-grünen Transporter aufgefallen sein. Dahinter steckt das 2016 gegründete Unternehmen „Flaschenpost“, das Getränke auch in kleinen Mengen bis an die Haustür liefert. Bisher allerdings ausschließlich in Großstädten.

In diese Marktlücke stieß der Ahauser Getränkefachmarkt „Fresh+Cool Grünewald“ und brachte im April dieses Jahres den Service „Bring2Drink“ an den Start. Seitdem können Bewohner der Orte Ahaus, Wessum, Wüllen, Ahle und Graes per Smartphone oder PC über die Website Getränke bestellen und sich das mühsame Kisten-Schleppen sparen – ohne zusätzliche Lieferkosten.

Nachfrage auch im ländlichen Raum

„Wir haben erkannt, dass es auch im ländlichen Bereich eine große Nachfrage nach diesem Angebot gibt“, erklärt Marktleiter Heinz Sudhues. Man habe überlegt, wie der stationäre Getränkemarkt in die digitale Welt transportiert werden könnte. Denn: In Zeiten der Digitalisierung ändern sich auch die Ansprüche der Kunden.

„Die jüngere Generation hat keine Lust mehr, schwere Kisten zu schleppen. Sie erwartet Flexibilität beim Bestellprozess und ist mit den digitalen Medien vertraut“, erklärt Janina Grünewald, die bei Grünewald für die Prozessoptimierung verantwortlich ist. Die Hauptzielgruppe des neuen Service: junge Menschen und Familien. „Es sind aber auch schon Betriebe auf uns aufmerksam geworden, die über „Bring2Drink“ Getränke für ihre Mitarbeiter oder den Besprechungsraum bestellen“, sagt Grünewald.

Einfach Abwicklung nach erster Anmeldung

Die Devise bei der Entwicklung des Konzepts war von Anfang an klar: so einfach wie möglich. Wer sich einmal angemeldet hat, braucht nur noch die Artikel in den Warenkorb legen, die Zahlungsmethode und den Liefertag auswählen. Mindestbestellwert: 30 Euro inklusive Pfand. Werktags können die Getränke am nächsten Tag geliefert werden. Am Dienstag und Donnerstag ist sogar eine Lieferung am gleichen Tag möglich – wenn die Bestellung bis 12 Uhr eingeht.

Gemeinsam mit dem Ahauser Unternehmen Tobit Software wird seit dem Start des Angebots weiter an Feinheiten gearbeitet. „Als das Projekt anlief, stellte uns die Pfandrücknahme vor Probleme, da wir in unserem Sortiment circa 50 verschiedene Pfandsätze haben“, erklärt Heinz Sudhues. Zur Vereinfachung wurde mittlerweile ein System entwickelt, das mit sechs Pfandsätzen auskommt.

Konzept entwickelt sich weiter

„Das Konzept wird stetig weiterentwickelt. Wenn es sich irgendwann lohnt, werden wir sicherlich auch weitere Orte beliefern. Auch die Lieferzeiten könnten wir in Zukunft aufstocken“, sagt Janina Grünewald. Auch das Feedback der Kunden nimmt das Unternehmen sehr ernst.

„Ich wurde mehrfach darauf angesprochen, ob wir nicht noch dies oder jenes in das Online-Sortiment aufnehmen können. In der Regel ließen sich diese Wünsche mit wenigen Klicks umsetzen“, berichtet Heinz Sudhues. Denn die gewünschten Getränke hatte er in seinem Markt sowieso vorrätig.

Und wie betrachtet man bei „Fresh+Cool Grünewald“ den violett-grünen Mitbewerber? „Flaschenpost ist ein gutes Beispiel dafür, dass dieses Konzept funktionieren kann. Allerdings wollen wir auch in Zukunft den lokalen Markt im Blick halten und etwas für die Kunden vor Ort anbieten“, so Janina Grünewald.

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