Die Infektionszahlen im Kreis Borken steigen wieder spürbar an. © Pixabay
Coronavirus

„Osterruhe“ Geschichte: Infektionen schnellen wieder in die Höhe

Die „Osterruhe“ mit Blick auf das Infektionsgeschehen ist Geschichte. Die Zahlen steigen wieder an. 83 Neuinfektionen sind es am Donnerstag (8. April). Ganz aus dem Nichts kommt das nicht.

Über die Osterfeiertage lasen sich die Corona-Zahlen im Kreis noch recht erfreulich. Sowohl die Zahl der aktuell Infizierten als auch der Inzidenzwert sanken spürbar. Doch diese „Osterruhe“ ist jetzt Geschichte. Die Infektionszahlen steigen wieder deutlich an. Ganz aus dem Nichts kommt das nicht.

Am Dienstag (6.April) direkt nach den Osterfeiertagen meldete der Kreis noch null Neuinfektionen. Aber schon da mahnte Kreis-Pressesprecher Karlheinz Gördes, dass man die Zahlen relativieren müsse. Ein Anstieg der Zahlen sei in den nachfolgenden Tagen zu erwarten. Und genau das ist eingetreten.

Infektionszahlen steigen deutlich an

Waren es am Mittwoch 66 Neuinfektionen, stieg diese Zahl am Donnerstag auf 83. Im Gegenzug sank die Zahl der als gesundet eingestuften Personen deutlich. Am Donnerstag waren es „nur“ noch 23. Folglich ist die Zahl der aktuell Infizierten wieder deutlich gestiegen, auf 660. In Ahaus sind derzeit 54 Personen mit dem Virus infiziert (Stand 8. April).

Doch was steckt dahinter? Gibt es ein größeres Infektionsgeschehen im Kreis? Diesbezüglich gibt Kreis-Pressesprecher Karlheinz Gördes auf Anfrage der Redaktion Entwarnung: „Es gibt keine besonderen Auffälligkeiten.“ Heißt, dass in den vergangenen Tagen keine Massentests durchgeführt wurden.

„Normales Donnerstagsgeschäft“

Die aktuellen, positiven Befunden kommen über die Hausärzte und das Testzentrum in Velen rein. Genauer gesagt über die jeweils beauftragten Labore, welche die Abstriche auswerten. Dass die Zahlen jetzt wieder deutlich steigen, ist vor allem darin begründet, weil über die Feiertage schlicht wenig getestet und/oder ausgewertet wurde.

Für den Kreis ist es jedenfalls „das ganz normale Donnerstagsgeschäft“, wie es Karlheinz Gördes nennt. Dazu muss man wissen, dass der Kreis schon vor Wochen eine nicht bestätigte Theorie aufgestellt hat. Denn zuletzt waren es immer wieder die Donnerstage, an denen die Zahlen in der Statistik auffällig in die Höhe schnellten. Da stellt jetzt auch der Donnerstag nach Ostern keine Ausnahme dar.

Infektionsgeschehen bleibt „diffus“

Grundsätzlich gilt nach wie vor, dass das Infektionsgeschehen „diffus“ ist. Oft spielen Folgeinfektionen eine Rolle. Manchmal sind es Infektionsherde. Oft wissen Betroffene nicht mal selber, wo sie sich angesteckt haben. An dieser Stelle kommt die Theorie des Kreises ins Spiel.

Personen, die sich am Wochenende – so auch über Ostern – nicht gut fühlen, gehen am ersten Werktag in der neuen Woche zum Arzt und lassen sich testen. Es erfolgt die Auswertung in den Laboren, die Ergebnisse gehen dann an das Kreisgesundheitsamt und tauchen dann zumeist am Donnerstag in der Statistik auf. So wie auch diese Woche geschehen.

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