Momentan stehe der Taufbrunnen noch wie „an die Wand geklatscht“ da, meint Pfarrer Stefan Jürgens. Das soll sich ändern. © privat
Kirchenrenovierung

Ottensteiner St.-Georg-Kirche wird modernisiert und entrümpelt

Auf die altehrwürdige Kirche St. Georg in Ottenstein kommt eine Renovierung zu. Das Kirchengebäude bekommt unter anderem eine neue Heizung und das Taufbecken zieht an einen anderen Platz.

Auf die St.-Mariä-Himmelfahrts-Gemeinde kommt ein großes Projekt zu. Für insgesamt 400.000 Euro wird die Ottensteiner St.-Georg-Kirche modernisiert.

Anlass war die veraltete Elektro-Heizungsanlage.

„Sie ist furchtbar teuer im Unterhalt, sie heizt nicht und sie braucht einfach viel zu viel Strom und macht die Kirche schmutzig durch die aufsteigenden Dämpfe“, erklärt Pfarrer Stefan Jürgens in den Gottesdiensten an diesem Wochenende und in einem Video, das auf Youtube abgerufen werden kann.

Dinge verändern

Darin schildert er gemeinsam mit Verwaltungsreferent Marc Klein-Günnewick, was im Zug der Heizungserneuerung noch getan werden soll: Man kenne das ja aus dem eigenen Zuhause, sagt Pfarrer Jürgens. „Jetzt könnte man auch ein paar andere Sachen verändern, weil man sowieso dran muss.“

Die deutlichste Veränderung betrifft wohl den Taufbrunnen. „Er ist jetzt an die Wand geklatscht“, beschreibt er die Situation. Zurzeit stehe er in einer Ecke, in der kaum eine Familie drum herum stehen kann und gar keine feierliche Taufe möglich sei.

Taufbecken wird versetzt

Bei der Renovierung soll das Taufbecken genau in die Mitte der Kirche versetzt werden, auf Höhe der Seiteneingänge. Vor denen werden jeweils drei Bänke abgebaut, um Platz für die Taufgesellschaften zu schaffen. „Das wird den historischen Charakter der Kirche mit einer modernen Theologie verbinden“, ist Pfarrer Jürgens überzeugt.

Darüber hinaus sollen Kirchen- und Altarraum „entrümpelt“ werden. „Im Lauf der Generationen wurde immer mehr in die Kirche hineingestellt – Bilder, Standheizung, Sitze“, beschreibt Jürgens das Sammelsurium von Bildern, Kreuzen und technischen Geräten. „Im Altarraum würde doch sinnvolle Reduktion besser wirken“, fügt er hinzu und beschreibt, dass der eine oder andere Gegenstand weichen soll.

Weniger Bilder

Im Kirchenschiff soll die Zahl der Bilder und Kreuze reduziert werden. „Wir brauchen heute für unseren Glauben eine ganz große Klarheit.“ Auch die Beichtstühle, die sowieso nie benutzt würden, sollen weg. Dennoch verspricht Jürgens: „Wir werden ganz vorsichtig aufräumen.“

Alles, was den Menschen in Ottenstein wichtig ist, was für ihre Spiritualität sorgt, werde gelassen, wo es ist. Abgerundet wird die Renovierung mit einem neuen Anstrich, die Lampen und Lautsprecher werden auf den neusten technischen Stand gebracht.

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