Pfarrer Stefan Jürgens liest aus seinem Buch: „Ausgeheuchelt!

Autorenlesung

Pfarrer Stefan Jürgens liest am 18. Februar in der Josefskirche aus seinem Buch „Ausgeheuchelt! So geht es aufwärts mit der Kirche.“ Jürgens begibt sich darin auf kirchenpolitisches Glatteis.

Ahaus

03.02.2020, 12:55 Uhr / Lesedauer: 2 min
Pfarrer Stefan Jürgens liest am 18. Februar in der Josefskirche aus seinem Buch „Ausgeheuchelt! So geht es aufwärts mit der Kirche“.

Pfarrer Stefan Jürgens liest am 18. Februar in der Josefskirche aus seinem Buch „Ausgeheuchelt! So geht es aufwärts mit der Kirche“. Anschließend ist eine Diskussion vorgesehen. © Gudrun Niewöhner

Leben retten können. Die Situation einer Wiederbelebung ist wahrscheinlicher als viele denken. Jährlich erleiden 60.153 Menschen, laut Statistischem Bundesamt, in Deutschland einen Herzinfarkt. Gut auf die Situation einer Wiederbelebung vorbereitet sind die Teilnehmer der Schulung für Defibrillatoren. Am vergangenen Freitag bat das Deutsche Rote Kreuz (DRK) eine Schulung für Defibrillatoren, unter anderem in Südlohn-Oeding, an.

Bei den meisten Teilnehmer liegt der Erste-Hilfe-Kurs schon ein paar Jährchen zurück. „Zum Führerschein habe ich einen gemacht.“, merkt ein Herr um die 60 an.

Ein bisschen Nachhilfe in Sachen Erste Hilfe, kann also nur von Vorteil sein. Da häufig viel Zeit verstreicht bis der Notarzt eintrift, wurden sogenannte automatisch externe Defibrillatoren (AED) entwickelt. Die AEDs können auch durch Laien verwendet werden. Die AED - Kästen hängen mittlerweile in vielen Rathäusern und Krankenhäusern. So auch in Oeding. Wie genau man diese Kästen im Notfall allerdings benutzt und, ob diese die Wiederbelebung ersetzten? Das wissen die meisten nicht.

Der AED ersetzt eine Wiederbelebung nicht

„Der AED ersetzt eine Wiederbelebung nicht“, betont Ortwin Dördelmann, Erste-Hilfe-Beauftrager des DRK in Borken, am Freitag. Er würde sie lediglich unterstützen. Der Ersthelfer muss die Zeit, bis der Notarzt eintrifft mit einer Wiederbelebung überbrücken. Der Defibrillator unterstütze im Idealfall. Aber was macht der AED überhaupt? Der AED sorgt mit einem elektrischen Schock dafür, dass Herzrhythmusstörungen unterbrochen werden. Der „Defi“ sorgt zunächst einmal für Ruhe. „Der AED bringt das Herz wieder in Takt“, bringt Ortwin Dördelmann es auf den Punkt.

Falsch benutzen kann man den AED nicht, macht der Erste-Hilfe-Beauftrage deutlich. „Die Wahrscheinlichkeit, dass der AED einen Schock abgibt, obwohl keiner notwendig ist, liegt bei unter einem Prozent.“ Voraussetzung für den erfolgreichen Gebrauch ist allerdings ein frühzeitiger Einsatz. Mit jeder Minute die verstreicht, sinkt das Überlebensrisiko um 10 Prozent. Bei 10 Minuten liegt die Überlebenswahrscheinlichkeit bei beinah null Prozent.

„Erste-Hilfe ist ganz einfach.“ versichert Ortwin Dördlemann den Teilnehmern noch mal. Hauptsache man handelt. Die automatische Stimme des AED erklärt genau, wie man sich zu verhalten hat. Wenn der Schock abgegeben muss, leuchtet der Knopf hell auf.

Weitere Schulungen geplant

An vielen öffentlichen Stellen sind mittlerweile zwar schon AED-Käasten angebracht, aber wenn es nach Ortwin Dördelmann geht, dann sind es immer noch zu wenig. Er plädiert für mehr AEDs an öffentlichen Stellen. „Die Niederländer sind uns da weit voraus. Deutschland ist da Entwicklungsland“, betont er drastisch.

Auch, wenn die Anmeldungen für die Schulen schleppend liefen, sollen im Laufe des Jahres mehr Kurse für die lebensrettenden AEDs angeboten werden. In Oeding nahmen nur 5 interessierte teil. Insgesamt konnte das DRK aber 53 Menschen erreichen. Die Schulungen haben unter anderem auch in Stadtlohn, Heek und Vreden stattgefunden. „Alle sind da scharf hinter.“, agt ein Herr aus Borke über seine Bekannten. Er werde auf jeden Fall Werbung machen.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt