Polizei hofft auf friedliche Anti-Atom-Demo – ist aber für Ernstfall gerüstet

Atommüll in Ahaus

1000 Demonstranten erwartet die Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“ am Samstag. Die Polizei ist dennoch optimistisch, dass es ruhig bleibt. Externe Hilfe steht aber bereit.

Ahaus

, 09.03.2019 / Lesedauer: 2 min
Polizei hofft auf friedliche Anti-Atom-Demo – ist aber für Ernstfall gerüstet

Die Polizei erwartet in Ahaus am Samstag eine friedliche Anti-Atom-Demo. © DPA

Seit Wochen bereitet sich die Ahauser Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“ als Hauptorganisator auf die Anti-Atom-Demonstration am Samstag, 9. März, vor. Der genaue Ablauf wurde zunächst intern, dann mit der Kreispolizei in Borken abgestimmt. Auch während der Demonstration steht man in Kontakt. Trotz der erwarteten 1000 Teilnehmer blickt die Polizei weitgehend entspannt auf das Großevent: „Wir haben uns intensiv darauf vorbereitet, aber wir gehen von einem friedlichen Verlauf aus“, so Polizeipressesprecher Frank Rentmeister. Es gebe keine Hinweise darauf, dass es zu einer Eskalation kommen könnte.

Befürchtungen, dass sich Bilder wie beim großen Castortransport von 1998 wiederholen, wo es handfeste Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Polizei gab, gibt es nicht. „Wir kennen die örtlichen Demonstranten seit Langem und hatten mit ihnen nie Probleme“, sagt Rentmeister. Auch die Tatsache, dass am Samstag zahlreiche Demonstranten von auswärts erwartet werden, ändere nichts an der Tatsache. „Die Herkunft der Demonstranten spielt für uns erst mal keine Rolle. Für uns ist die Anzahl entscheidend.“ Dennoch räumt der Polizeipressesprecher ein: „Bei einer unbekannten Besuchergruppe kann man nie ausschließen, dass auch militante Autonome darunter sind.“

„Hauptaufgabe“ der Polizei: Schutz der Versammlung und Verkehr

Für den Ernstfall steht der Teil einer Hundertschaft auf Abruf bereit. „Wenn es notwendig sein sollte – und es zu Straftaten kommt – werden wir einschreiten“, sagt Frank Rentmeister. Als Hauptaufgabe der Polizei sieht er aber zunächst den Schutz des Demonstrationszuges und die Verkehrsmaßnahmen.

Die Demonstranten treffen sich um 12 Uhr am Bahnhof und ziehen von da aus über die Bahnhofstraße bis zum Kreisverkehr Wüllener Straße/Wessumer Straße. Von dort geht es über die Wall- und Schlossstraße in die Fußgängerzone zum Rathaus. Dort ist die Abschlusskundgebung. Für die angekündigten Traktoren ist allerdings bereits am Kreisverkehr Schluss. Sie werden über die Wüllener Straße auf den Kirmesplatz geleitet.

Info:

Die Polizei rechnet mit erheblichen Einschränkungen im Bereich des Demonstrationszuges. Das betrifft den Bereich des Bahnhofs, die Parallelstraße, die Bahnhofstraße, die Königstraße, die Wallstraße und die Schlossstraße.
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