Polizei stellt am Zwischenlager Personalien fest

Atomkraftgegner

AHAUS Die beantragten Castor-Atommülltransporte von Jülich und La Hague in das Ahauser Atommülllager sorgen wieder für Zündstoff unter den Atomkraftgegenern. Mit einer spontanen Mahnwache protestierten sie am späten Mittwochabend vor dem Tor des Brennelemente-Zwischenlagers in Ahaus. Die Polizei stellte die Personalien der Atomkraftgegner fest.

29.10.2009, 12:37 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Atomkraftgegner aus dem Münsterland machen mobil.

Die Atomkraftgegner aus dem Münsterland machen mobil.

Das Ahauser Zwischenlager ist sicherheitstechnisch längst überholt. Zum Beispiel ist es nicht gegen Flugzeugabstürze gesichert. Auch die Endlagerung des Atommülls ist völlig ungeklärt. Ahaus ist nur eine politisch-motivierte Notlösung. „Die Anti-Atomkraft-Initiativen lehnen diesen unverantwortlichen und geheimen Atommülltourismus nach Ahaus deshalb kategorisch ab und rufen mit bundesweiter Unterstützung für die nächsten Wochen zu verstärkten Protesten in Ahaus auf,“ so Falko Tetzlaff vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen. „Die Aktion am Mittwoch war nur der Anfang. Der Widerstand in Ahaus wird spürbar zunehmen. Wir erwarten von der Landesregierung und dem Bundesamt für Strahlenschutz, die Genehmigungsanträge abzulehnen, denn Ahaus ist keine Lösung für das riesige Atommüllproblem,“ so Willi Hesters vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.

  • Am 15. November um 14 Uhr findet der nächste Sonntagsspaziergang in Ahaus am Zwischenlager statt.
  • Am 20. Dezember ist um 14 Uhr eine Demonstration vor dem Zwischenlager Ahaus geplant. Dazu rufen auch die Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg, das Informationsnetzwerk Contratom sowie weitere norddeutsche Initiativen auf.
  • Kontakt: Falko Tetzlaff (0151/518 37 414), Willi Hesters (0151/12 70 25 96)

 

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