Polizei warnt: Einbrecher auch in Ahaus unterwegs

Aktion "Riegel vor"

Die Polizei Borken vermeldet 79 Prozent mehr Wohnungseinbrüche in Ahaus im Vergleich zum vergangenen Jahr. Sie rät den Bürgern, sich über Einbruchsschutz zu informieren und zu handeln. Polizeisprecher Frank Rentmeister hat eine Vermutung, warum die Anzahl der Einbrüche gestiegen ist.

AHAUS

, 25.10.2016, 17:55 Uhr / Lesedauer: 2 min
Gert Brünenberg (r.) von der kriminalpolizeilichen Beratungsstelle Borken und Hans-Jürgen Resing (l.), Bezirksdienstberater in Ahaus, informierten am Dienstagvormittag Bürger über das Thema Einbuchschutz im Rathaus.

Gert Brünenberg (r.) von der kriminalpolizeilichen Beratungsstelle Borken und Hans-Jürgen Resing (l.), Bezirksdienstberater in Ahaus, informierten am Dienstagvormittag Bürger über das Thema Einbuchschutz im Rathaus.

Sandra Weiß aus Wessum besucht am Dienstagvormittag das Rathaus, um sich am Infostand der Polizei beraten zu lassen. Angst vor Einbrüchen habe sie nicht, doch tun müsse man trotzdem was, sagt sie. Die kriminalpolizeiliche Beratungsstelle informiert und berät, wie sich Haus- und Wohnungsbesitzer vor allem jetzt in der dunklen Jahreszeiten besser schützen können. "Viele kommen zu uns weil sie ein ungutes Gefühl haben oder nicht sicher sind, ob sie ihr Haus richtig abgesichert haben", erzählt Thomas Büscher vom Kriminalkommissariat Ahaus.

Fenster und Türen

Einbrüche dauern laut Pressestelle der Polizei Borken meistens nur wenige Minuten. "Wenn Einbrecher merken, sie kommen nicht rein, sind sie schnell wieder weg", sagt Pressesprecher Frank Rentmeister. Weil die Polizei nicht flächendeckend überall präsent sein kann, sei der eigene Einbruchsschutz umso wichtiger. So sollten Fenster bei Abwesenheit grundsätzlich immer geschlossen werden und die Haustür verschlossen. Einbrecher beobachten meistens vor ihrer Tat die Häuser.

"Sollten Nachbarn etwas Merkwürdiges beobachten", so Thomas Büscher, "sollten sie sich nicht davor scheuen, die Polizei anzurufen". Eine aufmerksame und hilfsbereite Nachbarschaft sei auch im Urlaub wichtig. "Tätern sollte nicht signalisiert werden, dass das Haus leer ist. Nachbarn können die Briefkästen leeren und die Rollläden hoch und runter machen", rät Thomas Büscher. So wirke das Haus belebt.

Dunkelheit als Komplize

Die meisten Wohnungseinbrüche geschehen laut Polizei im Schutze der Dunkelheit zwischen 16 und 22 Uhr. 43 waren es in den ersten neun Monaten in diesem Jahr, 548 im Kreis. Das sind 53 Prozent mehr als im Vorjahr. "Die hohe Steigerung macht uns Sorgen", sagt Polizeipressesprecher Frank Rentmeister. Er vermutet, dass die gestiegene Einbruchszahl aufgrund von Verdrängungseffekten zustande gekommen ist.

In manchen Ballungsräumen sei die Zahl der Einbrüche gesunken. Doch die Einbrecher suchen sich andere Gebiete und reisen von Ort zu Ort. Und auch die Anbindung an die A31 macht laut Rentmeister Ahaus zu einem beliebten Ziel für Einbrecher, weil sie schnell die Stadt wieder verlassen können.

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