Die Tage der Postfiliale beim "Paper Markt" sind gezählt. Die Deutsche Post DHL Group sei auf der Suche nach einem neuen Kooperationspartner in der Innenstadt, so Pressesprecher Rainer Ernzer. © Anne Winter-Weckenbrock
Postfilialen Ahaus

Postfiliale schließt – die Suche nach neuem Standort hat begonnen

Wenn Ende des Jahres die Postfiliale im Paper Markt schließt, gibt es in Ahaus und Wüllen noch zwei Filialen. Aber die Deutsche Post DHL Group will weiter einen Standort in der City anbieten.

Für die Postfiliale im Paper Markt in der Ahauser Innenstadt, die Ende des Monats schließt, will die Deutsche Post DHL Group auf jeden Fall einen Ersatz finden. Das betonte Pressesprecher Rainer Ernzer auf Anfrage der Redaktion: „Wir sind auf der Suche nach einem neuen Kooperationspartner.“ Wenn möglich, in der Nähe des aktuellen Standorts, also zentral.

„Ob das übergangslos klappt, kann ich nicht garantieren“, sagte er mit Blick darauf, dass der letzte Monat am Markt für die Filiale schon angebrochen ist und dort nur noch vormittags geöffnet ist. Und das in der Vorweihnachtszeit in der Corona-Pandemie, in der mit noch mehr Paketversand als üblich gerechnet werden muss.

Weil aber die Filiale nun im Weihnachtsgeschäft noch geöffnet sei, sei es nicht geplant, etwa die Öffnungszeiten in den anderen beiden Filialen in Ahaus (K+K-Markt Bahnhofstraße und Paper-Moon in Wüllen) auszuweiten, so Rainer Ernzer auf Nachfrage. Auch wenn die Filiale am Markt nur noch vormittags offen ist.

Es sei aber sicher, dass die Filiale ersetzt werden solle, „und zwar so schnell wie möglich.“ Die Deutsche Post DHL Group arbeite mit verschiedensten Kooperationspartnern zusammen. „Wir haben Filialen in Modehäusern, Parfümerien oder Apotheken“, zählt er im Gespräch mit der Redaktion auf, „überall, wo man uns als Partner haben möchte“. Seit 25 Jahren habe sich dieses Konzept bewährt.

Filiale als Frequenzbringer

Von den meisten Kooperationspartnern werde die Postfiliale in ihren Räumlichkeiten auch als Frequenzbringer gesehen. „Manche Partner aber entscheiden das für sich anders“, sagt er mit Blick zum Beispiel auf Claudine Klemt, der der Anteil der Postkunden in ihrem Schreibwarenfachgeschäft Paper Markt am Ahauser Markt in den vergangenen Jahren überproportional zu hoch geworden war.

„Rein mit Postdienstleistungen kann man nicht wirtschaftlich arbeiten“, weiß der Pressesprecher. Erst recht nicht mit kundenfreundlichen Öffnungszeiten. Aus diesem Grund suche sein Unternehmen ja Kooperationspartner, die aber auch davon profitieren sollten, eine Postfiliale im Haus zu haben. Eben dadurch, dass viele das Geschäft besuchen und der eine oder andere auf das Angebot aufmerksam wird und etwas kauft.

Öffnungszeiten: Mindestanzahl von Stunden vorgegeben

Was die Öffnungszeiten angeht: Da gebe die Deutsche Post DHL Group ihren Kooperationspartnern ein Grundgerüst an Mindeststunden vor, keine genauen Zeiten. Rainer Ernzer ist aber im Vergleich zu den Zeiten vor dem Postfilialen-Konzept überzeugt: „Die Öffnungszeiten haben sich dramatisch verbessert.“ Die Einzelhändler seien immer drüber, was die Anforderung von Mindeststunden angeht.

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Anne Winter-Weckenbrock

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