Selbstgemachte Pralinen sind ein wunderbares Geschenk zu jedem Anlass. © Victoria Garwer
Rezeptideen

Pralinen, Kekse, Neujahrshörnchen: Selbstgemachte Leckereien zum Verschenken

Redakteurin Victoria Garwer hatte keine Lust mehr, gekaufte Schokolade und Schnaps zu verschenken. Hier kommen die Rezepte und Anleitungen für leckere Geschenke zum Selbermachen.

Schon wieder steht ein Geburtstag vor der Tür. Was kann man dem erwachsenen Geburtstagskind nur schenken? Und was ist das passende Mitbringsel zur Einweihungsparty? Mal wieder eine Flasche Schnaps, Blumen von der Tankstelle oder Schokolade aus dem Discounter? Redakteurin Victoria Garwer stand vor Festlichkeiten immer wieder vor diesem Problem. Inzwischen verschenkt sie häufig selbstgemachte Leckereien. Ein paar Rezepte verrät sie an dieser Stelle.

1. Pralinen mit gesalzener Karamellfüllung

Knackige Schokolade und innen eine leicht salzige Karamellfüllung, das ist momentan mein Lieblingsrezept. Ich benutze dafür Pralinenhohlkörper, die fertig zu kaufen sind. Diese fülle ich mit einem Spritzbeutel und umhülle sie anschließend mit einer Schicht Schokolade. Zum Schluss folgt die Verzierung. Natürlich kann man die Hohlkörper auch selber herstellen. Dafür gibt es spezielle Formen, meist aus Silikon.

Die Pralinenhohlkörper können mit den unterschiedlichsten Dingen gefüllt werden, zum Beispiel mit einer leicht gesalzenen Karamellcreme.
Die Pralinenhohlkörper können mit den unterschiedlichsten Dingen gefüllt werden, zum Beispiel mit einer leicht gesalzenen Karamellcreme. © Victoria Garwer © Victoria Garwer

Für die Karamellfüllung werden 400 Gramm Zucker in einer Pfanne karamellisiert. Dann kommen 175 Milliliter Sahne und 50 Gramm Butter dazu. Vorsicht: Die Mischung ist sehr heiß und es könnte spritzen. Wer möchte, kann das Karamell leicht salzen. Das ist ein absoluter Trend momentan und wirklich sehr lecker.

Die Mischung muss nun ein wenig abkühlen, bevor man sie mit einem Spritzbeutel in die Hohlkörper aus Schokolade füllen kann. Sie sollte aber noch weich genug zum Verarbeiten sein.

Die Füllung reicht für 63 Pralinen. Für das Umhüllen dieser Menge Pralinen sind circa 350 Gramm Schokolade zu schmelzen. Das sollte möglichst schonend passieren, damit die Pralinen hinterher auch schön glänzen und nicht weiß anlaufen.

2. Zartschmelzendes Schichtnougat

Ich liebe Nougat und das selbstgemachte Schichtnougat ist wirklich ein Traum. Mit relativ wenig Aufwand bekommt man zahlreiche süße Happen hin. 500 Gramm Sahnenougat und 80 Gramm weiße Schokolade werden zusammen in einem Wasserbad geschmolzen. Das gleiche gilt für 250 Gramm Nussnougat und 45 Gramm Zartbitterschokolade.

Schichtnougat kann man eigentlich ganz leicht selber herstellen.
Schichtnougat kann man eigentlich ganz leicht selber herstellen. © Victoria Garwer © Victoria Garwer

Die beiden Massen werden nun abwechselnd auf ein circa 30 mal 40 Zentimeter großes, mit Backpapier ausgelegtes Blech gestrichen – dabei mit hell anfangen und mit hell aufhören. Nach jeder Schicht sollte das Ganze zum Abkühlen in den Kühlschrank wandern, sodass die Schicht fest wird.

Zum Schluss wird die Oberseite mit geschmolzener Zartbitterschokolade bestrichen. Abkühlen lassen, umdrehen, auch die Unterseite mit Schokolade bestreichen und fertig. Das Schichtnougat kann man anschließend in mundgerechte Stücke schneiden – dann ist auch das Streifenmuster sichtbar.

3. Schoko-Karamell-Kekse

Fast wie ein beliebter Schokoriegel schmecken diese Schoko-Karamell-Kekse. Zuerst wird aus 250 Gramm Mehl, 180 Gramm Butter, 50 Gramm Puderzucker und dem Mark einer Vanilleschote ein glatter Teig geknetet. Dieser muss 30 Minuten im Kühlschrank ruhen.

Die Schoko-Karamell-Kekse schmecken wie ein beliebter Schokoriegel.
Die Schoko-Karamell-Kekse schmecken wie ein beliebter Schokoriegel. © Victoria Garwer © Victoria Garwer

Danach kann man den Teig ausrollen und kleine Kreise ausstechen, die anschließend für 10 bis 15 Minuten in den Ofen müssen. Während die Kekse abkühlen, kann eine Karamellcreme vorbereitet werden. Dafür 400 Gramm Zucker karamellisieren und mit 175 Millilitern Sahne und 50 Gramm Butter vermengen. Auch hier bringt ein Hauch Salz den besonderen Pfiff. Ich persönlich liebe diese Mischung aus süß und salzig.

Die Karamellcreme wird dann mit einem Messer oder Löffel auf die Plätzchen gestrichen, bevor das Ganze mit Schokolade umhüllt wird. Ich habe sie dann noch mit salzigem Erdnusskrokant verziert.

4. Pralinen mit fruchtiger Himbeerfüllung

Himbeeren sind seit einigen Jahren total im Trend. Auch mit Schokolade lassen sie sich gut verbinden. Besonders gut schmeckt die fruchtige Füllung in weißen Pralinenhohlkörpern.

Die fruchtige Himbeerfüllung schmeckt besonders gut in Kombination mit weißer Schokolade.
Die fruchtige Himbeerfüllung schmeckt besonders gut in Kombination mit weißer Schokolade. © Victoria Garwer © Victoria Garwer

Für die Füllung 90 Gramm frische oder gefrorene Himbeeren pürieren und mit 50 Gramm Sahne aufkochen. Die heiße Flüssigkeit wird dann über 150 Gramm weiße Schokolade gekippt, sodass diese schmilzt. Das war‘s schon. Diese Mischung reicht für 30 Hohlkörper, die dann mit 175 Gramm geschmolzener Schokolade umhüllt werden.

5. Knusprige Neujahrshörnchen

Neujahrshörnchen gehören zu meinen absoluten Lieblings-Leckereien. Das liegt nicht nur daran, dass sie sie schon süß und knusprig sind. Die Hörnchen sind schlichtweg eine Tradition. Schon als Kind habe ich sie zwischen den Feiertagen mit meiner Oma gebacken.

Neujahrshörnchen sind einfach eine Tradition.
Neujahrshörnchen sind einfach eine Tradition. © Victoria Garwer © Victoria Garwer

Das Wichtigste bei Neujahrshörnchen ist Zeit. Den Teig sollte man schon am Abend vorher ansetzen. Dafür 500 Gramm Kandiszucker in 750 Millilitern kochendem Wasser auflösen. Sobald kein Zuckerklumpen mehr zu sehen ist, kommen 250 Gramm Butter und 15 Gramm Anis dazu. Das Ganze muss über Nacht abkühlen. Wichtig: Nicht im Kühlschrank, sonst werden die Hörnchen später nicht fest.

Am nächsten Tag müssen noch zwei Eier und 500 Gramm Mehl hinzugefügt werden, dann kann das Backen beginnen. Pro Hörnchen braucht man nur einen Esslöffel Teig, damit diese auch schön dünn werden. Die Platten werden in einem speziellen Hörncheneisen gebacken und anschließend noch heiß zu Hörnchen gerollt, bevor sie hart werden.

Rund drei Stunden später liegen rund 80 Neujahrhörnchen auf dem Tisch, die sich bei richtiger Lagerung in Blechdosen mehrere Wochen halten. So lange überleben sie bei mir aber meist nicht.

Über die Autorin
Redakteurin
Als gebürtige Vredenerin habe ich mich aus Liebe zur Region ganz bewusst für den Job als Lokaljournalistin in meiner Heimat entschieden. Mein Herz schlägt für die Geschichten der Menschen vor Ort. Ich möchte informieren, unterhalten und überraschen.
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Victoria Garwer

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