Seinen Struwen bestäubt Lukas Eversmeier mit feinem Karamell-Staub. © Lukas Eversmeier
Zuhausmannskost

Profi-Koch verrät seine Tricks: Struwen mit feiner Karamell-Note

In unserer neuen Serie „Zuhausmannskost“ verrät der Wessumer Koch Lukas Eversmeier seine Rezepte. Zum Anfang gibt es Struwen mit einer besonderen Note und Rhabarber, den man nicht schälen muss.

Lukas Eversmeier beschreibt sich selbst als „Genussmensch“. Als Koch hat der Wessumer schon in mehreren Sternerestaurants gearbeitet und ist jetzt Küchenchef in einem Vier-Sterne-Wellnesshotel in Wesel. Doch auch die Hausmannskost liegt ihm am Herzen und so verbindet er beide Welten miteinander.

Jetzt während des Lockdowns ist er als Privatkoch unterwegs und kocht für seine Gäste in der heimischen Küche. In unserer Serie „Zuhausmannskost“ erklärt er, wie aus regionalen und saisonalen Lebensmitteln mit einem klein bisschen Kreativität und Geschick besondere Gerichte werden. Ganz einfach, zum Nachmachen zu Hause. Dieses Mal gibt es Struwen mit Erdbeeren und Rhabarber.

Westfälischer Struwen nicht ganz klassisch

  • 250g Mehl
  • 125ml Milch
  • 20g Hefe
  • 2 Esslöffel Zucker
  • 1 Ei
  • 15g Butter
  • 1 Prise Salz
  • Fett zum Backen (Lukas Eversmeier nimmt Butter)

Milch und Butter zusammen erwärmen, bis beides lauwarm ist. Darin die Hefe auflösen. Das Mehl mit dem Ei in eine Schüssel geben, die lauwarme Hefe-Milch darauf geben und zu einem geschmeidigen Teig verrühren. „Eventuell wird noch etwas mehr Milch benötigt, die Konsistenz sollte wie die eines zähflüssigen Pfannkuchenteigs sein“, erklärt Lukas Eversmeier.

Diese Zutaten werden für das nicht ganz klassische Struwen-Gericht benötigt.
Diese Zutaten werden für das nicht ganz klassische Struwen-Gericht benötigt. © Lukas Eversmeier © Lukas Eversmeier

Anschließend den Teig eine Stunde abgedeckt bei Raumtemperatur gehen lassen und danach in kleinen Portionen in Butter oder Pflanzenfett bei mittlerer Hitze goldbraun ausbacken.

Zum Abschluss kommt das Besondere. Denn Lukas Eversmeier bestäubt die Struwen nicht klassisch mit Puderzucker. Er nimmt gemahlene Sahnekaramell-Bonbons. „Die kann man entweder mit einem Topf in einem Gefrierbeutel zerkleinern oder im Mixer zu einem feinen Karamell-Staub verarbeiten. Dieser lässt sich luftdicht verpackt auch sehr gut vorbereiten und aufbewahren. Eigentlich der bessere Puderzucker“, meint der Profi-Koch.

Erdbeeren mit Minze und Karamell

  • 180g feldfrische Erdbeeren
  • 50g Sahnekaramell-Bonbons zu feinem Staub verarbeitet
  • frische Minze

Erdbeeren putzen und Minze waschen. Statt die Früchte mit Zucker zu marinieren, nimmt Lukas Eversmeier den Karamell-Staub. Die Erdbeeren damit und mit der Minze abschmecken und ziehen lassen. „Dann bekommen sie einen ganz feinen Geschmack“, sagt der Wessumer.

Lukas Eversmeier ist Küchenchef in einem Vier-Sterne-Wellnesshotel in Wesel.
Lukas Eversmeier ist Küchenchef in einem Vier-Sterne-Wellnesshotel in Wesel. © welf-online © welf-online

Rhabarber, den man nicht schälen muss

  • 300g (Himbeer-)Rhabarber
  • Vanilleschote
  • 25g Zucker

Für die zweite Beilage nimmt Lukas Eversmeier Himbeer-Rhabarber. Der hat allerdings mit der Frucht nur die knallrote Farbe gemeinsam. „Es ist eine besondere Sorte Rhabarber, die man auch hier auf dem Markt oder im Supermarkt bekommt. Das sind ganz dünne Stangen, die man nicht schälen muss“, erklärt der Koch.

Die Rhabarber-Stangen in circa einen Zentimeter breite Stücke schneiden und in einem kleinen Topf mit Zucker vermengen. Diese Mischung ungefähr 30 Minuten stehen lassen, bis der Rhabarber anfängt, zu wässern. Anschließend das Mark einer Vanilleschote zugeben und das Ganze langsam bei mittlerer Hitze einkochen, bis der Rhabarber weich ist.

„Mein Tipp: Wenn der Rhabarber weich ist, das Ganze auf ein Sieb gießen und den Sirup aufbewahren. Der schmeckt super in einem kalten Glas Sekt“, sagt Lukas Eversmeier. Um das Gericht abzurunden, empfiehlt er eine Kugel Vanilleeis oder ein weißes Schokoladeneis aus der Eisdiele.

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Als gebürtige Vredenerin habe ich mich aus Liebe zur Region ganz bewusst für den Job als Lokaljournalistin in meiner Heimat entschieden. Mein Herz schlägt für die Geschichten der Menschen vor Ort. Ich möchte informieren, unterhalten und überraschen.
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Victoria Garwer

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