Rat stimmt Planung für Feuerwehr zu

Brandschutzbedarfsplan

Wie sind die Löschzüge der Ahauser Feuerwehr aufgestellt? Was muss für sie getan werden? Insgesamt fällt Jens-Christian Petri, Geschäftsführer von Orgakom, ein durchaus positives Urteil über die Ahauser Feuerwehr: In der vergangenen Ratssitzung stellte er die Fortschreibung des Brandschutzbedarfsplans vor.

AHAUS

, 12.04.2016, 18:33 Uhr / Lesedauer: 1 min
Auch die Feuer- und Rettungswache aus dem Jahr 1983 muss erweitert werden.

Auch die Feuer- und Rettungswache aus dem Jahr 1983 muss erweitert werden.

Demnach ist zum Beispiel das durchschnittliche Alter der Feuerwehrfahrzeuge seit dem letzten Plan vor fünf Jahren von 18 Jahren auf 13,8 Jahre gesunken. Eine gute Entwicklung, aber noch nicht das Ende: Das Soll liegt bei zehn Jahren. „Ein Wert, der bei der aktuellen Investition bis zur nächsten Fortschreibung in fünf Jahren zu schaffen ist“, so Petri. Was den Fuhrpark angehe, so sollen außerdem nach und nach die Feuerwehranhänger durch Abrollbehälter ersetzt werden. Allein in den Bereich Fahrzeuge sollen bis 2025 rund 500 000 jährlich investiert werden.

Züge weiter verstärken

Zufrieden stimmte Petri auch die personelle Entwicklung der Löschzüge: „Alle Löschzüge haben ordentliche Stärken“, sagte er. Um das vorgeschriebene Soll zu erreichen, müssten die Züge in Ahaus, Wüllen und Alstätte jedoch weiter verstärkt werden.

Deutlich größere Baustellen seien die einzelnen Gerätehäuser der Löschzüge. Zu alt oder zu eng für die aktuellen Fahrzeuge lautete das Fazit für alle Standorte außer dem neuen Gerätehaus in Wessum. Auch müssten Personal- und Umkleideräume vergrößert werden. Auch die Hauptwache am Adenauerring sei inzwischen zu klein. Ein Anbau dort unausweichlich.

Baumaßnahmen

Die Politiker plädierten quer durch alle Fraktionen dafür, die Planungen zu beschleunigen. Thomas Vortkamp (CDU) forderte einen klaren Zeitstrang für die anstehenden Neubauten. Andreas Dönnebrink (SPD) und Hermann-Josef Haveloh (WGW) mahnten beim Neubau in Wüllen zur Eile: Die dortige Situation sei extrem gefährlich und müsse schnellstmöglichst geändert werden: Die Ausfahrt der Feuerwehr liegt dort genau zwischen Kindergarten und Grundschule.

Unklar ist noch, wie teuer die Baumaßnahmen an den einzelnen Standorten werden. Das liege auch daran, dass die Gebäude im Gegensatz zu den Fahrzeugen nicht standardisiert sind, so Petri.

Klar ist aber, dass in der zweiten Jahreshälfte neue Planungen zu den An- und Neubauten vorgestellt werden sollen. „Die Planungsmittel sind bereits in den Haushalt eingestellt“, erklärte Kämmerer Hans-Georg Althoff. Der Fortschreibung des Brandschutzbedarfsplans stimmte der Rat einstimmig zu.

Lesen Sie jetzt