Rathaus macht kaum Pause

Zwischen den Jahren

Die Zeit zwischen den Jahren. Weihnachten ist gerade vorbei, Silvester steht vor der Tür. Zeit für ein paar freie Tage oder Urlaub. Zeit, um die Füße hochzulegen. Gerade in einer Verwaltung, oder? Stimmt nicht ganz. Im Ahauser Rathaus wird auch zwischen den Jahren gearbeitet. Wir haben nachgefragt, was genau.

AHAUS

, 30.12.2016, 05:23 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein Besuch bei Bürgermeisterin Karola Voß. "Eigentlich lege ich mir ganz bewusst keine Termine zwischen die Feiertage", sagt sie. Denn sie nutze diese Zeit, um die Stapel von Akten abzuarbeiten, die sich über das Jahr aufbauen. "Im Alltagsgeschäft gibt es eben Themen, die nicht ganz so wichtig sind, wie andere", sagt die Bürgermeisterin. Und diese Themen landen dann eben auf dem großen Aktenstapel.

Mehr Termine

An diesem Tag sind es dann doch gleich drei geworden: Zwei mit der Presse und ein Besuch im fast fertiggestellten Kulturquadrat. "Das letzte Mal war ich hier, da sah die Halle noch deutlich nackter aus", sagt Karola Voß, als sie vor der Bühne steht. Für solche Besuche sei eben nur in der ruhigeren Phase des Jahres Zeit. "Auch so bin ich häufig in Termine eingebunden", sagt sie.

Inzwischen sind die Holzverkleidungen an den Wänden. Auch die Einrichtungen auf der Bühne sind angebracht. Die meisten Arbeiten sind erledigt. Es fehlen noch Kleinigkeiten. Ein Spiegel auf der Besuchertoilette, ein paar Türen und Zargen oder einige Türklinken auf der Empore vor dem Technikraum.

Und am Ende natürlich noch die Grundreinigung. Eine gute Stunde nimmt sie sich, um die Stadthalle einmal vom Keller bis zum Dach und auch die fast fertig eingerichtete Bibliothek zu besichtigen. Ihr Urteil: "Es ist es doch sehr, sehr schön geworden." Sowohl die Größe als auch die Ausstattung der Halle würden gut zu Ahaus passen. Dann macht sich die Bürgermeisterin auf den Weg zurück ins Rathaus.

Genug zu tun

Denn auch wenn es dort im Moment etwas ruhiger zugeht, genug zu tun bleibt auch so. "Verwaist sind die Flure ganz bestimmt nicht", sagt sie lachend. Ihr ist wichtig, dass der normale Betrieb im Rathaus trotz Feiertagen weitergehen kann: "Es gibt Abteilungen, die natürlich etwas dünner besetzt sind", sagt sie. So ist zum Beispiel der Verwaltungsvorstand an diesen Tagen nur zu 50 Prozent besetzt. Öffentlichkeitswirksame Bereiche - also etwa das Bürgerbüro - sind jedoch voll besetzt. "Weil viele Menschen ja gerade in dieser Zeit frei haben und deswegen einen Behördengang erledigen können", sagt die Bürgermeisterin.

 

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