Robert Bonato zum Jugendwettbewerb

Koch-Auszubildender

Wird ihm der Zander zum Sieg verhelfen? Gut möglich, denn zurzeit besetzt Robert Bonato in der Küche des Heidehofs oft den Vorspeisen-Posten. „Das mache ich ganz gerne und das liegt mir auch“, sagt der 19-jährige Koch-Azubi, der sein drittes Lehrjahr absolviert. Jüngst hat er sich für den Jugendwettbewerb des Köcheclubs Münsterland „Hupfer Münsterlandgabel“ qualifiziert.

AHAUS

von Frank Zimmermann

, 26.12.2016, 14:26 Uhr / Lesedauer: 2 min
Robert Bonato (Mitte) hat sich für den Kochwettbewerb des Köcheclubs Münsterland qualifiziert. Das freut seinen Chef, Maximilian Lammers vom Heidehof (l.), und den Pressesprecher des Köcheclubs, André Dieker.

Robert Bonato (Mitte) hat sich für den Kochwettbewerb des Köcheclubs Münsterland qualifiziert. Das freut seinen Chef, Maximilian Lammers vom Heidehof (l.), und den Pressesprecher des Köcheclubs, André Dieker.

André Dieker, selber Koch und Pressesprecher des Köcheclubs, ist allerdings sicher, dass Robert Bonato jetzt schon ein Gewinner ist. Denn: „Beim Wettbewerb kochen die acht Qualifizierten unter Prüfungsbedingungen. Das ist die beste Vorbereitung auf die Gesellenprüfung.“ Außerdem ist auch die Qualifizierung keine Selbstverständlichkeit. Praktisch alle Jungköche des Münsterlands aus dem dritten Lehrjahr haben daran teilgenommen. Eine starke Konkurrenz. In der sich übrigens noch ein Koch durchgesetzt hat, der in Epe seine Ausbildung macht: Julian Maas vom Hotel-Restaurant Ammertmann.

Um sich zu qualifizieren, mussten die Jungköche drei Aufgaben bewältigen: praktische Warenkunde, einen schriftlichen Test und ein kleines Gericht zubereiten. Diesen Triathlon hat Bonato – dessen Vater Küchenchef im „Haus im Flör“ ist – überzeugend gemeistert.

Gelernt im Heidehof

„Er ist sehr strukturiert an die Sache rangegangen“, lobt Dieker. Dieses Lob freut auch Bonatos Chef, Maximilian Lammers. Der ist zwar schon Küchenchef im Heidehof – ein junger Koch ist Maximilian Lammers mit seinen 28 Jahren dennoch. Das gilt auch für sein Küchenteam, zu dem neben ihm zwei Gesellen und drei Auszubildende gehören. Der „Senior“-Koch ist gerade mal 30 Jahre alt.

Maximilian Lammers hat seine Ausbildung im „Haus im Flör“ in Ottenstein bei der Familie Bonato absolviert. Im Jahr 2012 absolvierte er in Hamburg erfolgreich die Prüfung zum Küchenmeister. Ein Jahr später übernahm er den Heidehof von seinem Vater. Nun ist er also der Chef und der Sohn seines ehemaligen Chefs ist sein Auszubildender. Wenn das Weihnachtsgeschäft gelaufen ist, werden Maximilian Lammers und Robert Bonato für dessen Wettbewerbsteilnahme trainieren. „Wir werden das Menü rauf und runter kochen“, sagt Lammers.

Vier-Gänge-Menü

Denn Bonatos Aufgabe beim Wettbewerb besteht darin, in sieben Stunden ein Vier-Gänge-Menü für neun Personen zu kochen. Zunächst eine gefüllte Einlage für eine Suppe, dann Zander, Falsches Filet vom Rind für den Hauptgang und ein Dessert mit Limette und Mascarpone. Anders als im Heidehof, wo im Team gekocht wird, ist Robert Bonato beim Wettbewerb auf sich alleine gestellt. Deshalb kommt es neben seiner „Kochkunst“ vor allem auf eine gute Arbeitsorganisation an.

„Alles in der Zeit zu schaffen“, sieht er denn auch als größte Herausforderung an. Aber wenn alles klappt, dann könnte Robert Bonato bei der Landesausscheidung NRW antreten und schließlich sogar in Frankfurt um den Titel „Bester Jungkoch Deutschlands“ kämpfen. 

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