Rucksack-Projekt soll Sprachkompetenz fördern

Netzwerk für Migrantinnen

VREDEN Wer sich in der eigenen Sprache nicht ganz sicher fühlt, wie will er eine neue lernen? Diese Problematik hat das Rucksack-Projekt erkannt und will Migrantinnen beim Erlernen der deutschen Sprache helfen.

von Von Anne Rolvering

, 20.10.2009, 11:10 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein Rucksack voller Lernmaterialien: Damit soll Sprachenlernern einfacher werden.

Ein Rucksack voller Lernmaterialien: Damit soll Sprachenlernern einfacher werden.

„Zurzeit ist unser neuer Schwerpunkt die Sprachförderung. Mit dem Rucksack-Projekt soll die Muttersprachenkompetenz gefördert werden, damit so das Rüstzeug für die deutsche Sprache gelegt wird.  Gleichzeitig erweitert sich die Erziehungskompetenz,“ erläuterte Ria Sönnekes, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Vreden. Ab dem 5. November wird im Pfarrheim St. Georg für Migrantinnen verschiedener Nationalitäten eine Elterngruppe angeboten. Leiterin ist Carmen Esposito Stumberger: „Es haben sich 14 Frauen angemeldet, die alle bereits über Grundkenntnisse in der deutschen Sprache verfügen." Die Teilnehmer treffen sich wöchentlich. Sie bekommen Kenntnisse zur Sprachförderung vermittelt, die die Mütter zuhause in ihrer Muttersprache an ihre Kinder weitergeben können. Die Anleitung wird in deutscher Sprache gegeben. Anhand von Arbeitsmaterialien in unterschiedlichen Sprachen ist eine individuelle Begleitung möglich. Dabei handele es sich unter anderen um Kinderverse, Lieder oder andere für Kindergartenkinder geeignete Sprachförderungsbeispiele. Gleichzeitig würden die Kinder der Mütter von den Erzieherinnen in den beiden Familienzentren St. Georg und Sterntaler die gleichen Materialien in deutscher Sprache erhalten und so könnten Eltern und Kinder zuhause anhand der Arbeitsmaterialien miteinander und voneinander lernen.

Fortschritte, Interessen und Stärken sollen zwischen Erzieherin und Eltern ausgetauscht werden, denn beide seien für die Entwicklung der Kinder verantwortlich und könnten so ihren Anteil zum Fortschritt der Kinder beitragen. Das neunmonatige Projekt in Kooperation mit den Familienzentren wird vom Land NRW und vom Kreis Borken gefördert. "Wir hoffen, dass das Projekt später fortgeführt wird", wünschte sich Ria Sönnekes. Langfristig könne sie sich auch eine Zusammenarbeit mit den Schulen vorstellen. So sollen auf Dauer Sponsoren gesucht werden, die das Projekt langfristig unterstützen.

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