Caritas-Bildungswerk

Sabine Eich-Witt begleitet Caritas-Pflegeschüler durch die Ausbildung

Das Caritas-Bildungswerk in Ahaus ist seit 40 Jahren in der Aus- und Fortbildung staatlich anerkannter Pflegekräfte tätig. Im zweiten Teil der Serie geht es um Mitarbeiterin Sabine Eich-Witt.
Sabine Eich-Witt ist pädagogische Mitarbeiterin des Caritas-Bildungszentrums. © Caritasverband

„Mir sind Menschen einfach wichtig“, sagt Sabine Eich-Witt. Die 53-Jährige ist pädagogische Mitarbeiterin des Caritas Bildungszentrums Wessum. Dort werden seit 1981 in einer dreijährigen Vollzeitausbildung staatlich anerkannte Pflegekräfte ausgebildet. In diesen 40 Jahren hat sich viel in der Pflege entwickelt, auch in Sachen Unterricht, schreibt der Caritasverband in einer Pressemitteilung.

Sabine Eich-Witt habe sich früh entschieden, einen Beruf in der „sozialen Schiene“ zu ergreifen. Sie arbeitete lange als Krankenschwester. „Als die Kinder größer waren, musste eine Veränderung her.“ Sie studierte – Pflegewissenschaft und Gesundheitspädagogik. „So profitiere ich jetzt von meinen beruflichen Erfahrungen. Es war eine gute Entscheidung.“

Verbindung der Ausbildungen

Die Pflege ist beständig im Wandel. Jüngst brachte die generalistische Pflegeausbildung Veränderungen. Sie verbindet die bisherigen Ausbildungen der Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflege. Mit dem Berufsabschluss „Pflegefachfrau“ oder „Pflegefachmann“ können die examinierten Fachkräfte in allen Pflegebereichen arbeiten.

Den Pädagogen der Pflegeschule sei wichtig, dass ihre Schüler diesen Wandel gut meistern. „Es geht nicht nur darum, Fakten abzuarbeiten. Im Berufsleben spielen auch Emotionen eine Rolle, die bestimmen, wie man an eine Situation herangeht und sie verarbeitet.“

Persönlichkeit mit einbringen

Von den Pflegeschülern werde heute viel erwartet, auch ihre Persönlichkeit einzubringen. Aspekte, die vor 40 Jahren kaum eine Rolle spielten. Heute untersucht die Pflegewissenschaft vielfältige Aspekte, wie die Arbeit in der Pflegepraxis angepasst und verbessert werden kann. Früher habe man viele Interventionen angewandt, von denen man dachte, sie seien gut, heißt es in der Mitteilung.

Heute beweisen Studien, ob Maßnahmen sinnvoll sind oder nicht. Pflegende seien heute kritisch und könnten ihr Handeln wissenschaftlich begründen, sagt Sabine Eich-Witt. Der Beruf des Pflegefachmanns sei komplex geworden. „Aber in der Bevölkerung ist das noch nicht so angekommen.“

Unterricht per Web-Kamera

Damit der Unterrichtsstoff in der Corona-Pandemie bei ihren Schülern ankommt, steht den Lehrkräften des Caritas Bildungszentrums (CBZ) Wessum neueste Technik zur Verfügung. Die 24 Schüler des Kurses 73 lernen aktuell zu Hause. Sabine Eich-Witt steht für ihren Unterricht vor der Webkamera und setzt spezielle Lern- und Kommunikationssoftware ein.

„Wichtig ist, sich selbst gut zu organisieren“, sagt die pädagogische Mitarbeiterin des Bildungszentrums über ihre Schüler. „Das ist nicht für alle ganz einfach.“ Eine große Rolle spiele der Arbeitsplatz als Lernort. „Wenn ich als Schüler im Wohnzimmer sitze und Familienmitglieder mich während des Unterrichts dauernd ablenken, ist das nicht so einfach.“

Neue Software bringt Vorteile

Insgesamt könne man aber sagen, dass sich Pädagogen und Schüler 2020 im Unterricht deutlich weiterentwickelt haben. Die Kollegen des CBZ haben schon früh zu Beginn der Pandemie die Software „Teams Education“ im Unterricht ausprobiert.

Die Schüler könnten jederzeit Fragen stellen, „wir können viel zeigen und verknüpfen“. Sabine Eich-Witt hat sehr gute Erfahrungen mit dieser Form des Unterrichts gemacht – und die Schüler ebenso.

Lernen mit Spaß

„Wir erreichen selbst diejenigen, die sich am Anfang gegen die neue Technik wehrten, die sagten, sie könnten damit nicht umgehen.“ Vielleicht liege es daran, dass die Stoffvermittlung im Internet dank spielebasierter Lernformen wie „Kahoot“ einfach viel mehr Spaß mache.

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