Als Sänger Sasha noch in Ahaus in der Garage schlief

Sasha in Ahaus

Als „Sasha“ ist er international bekannt. Vor 25 Jahren war der Sänger schon mal in Ahaus – mit seiner Band Junkfood. Der Auftritt hinterließ bleibende Spuren.

Ahaus

, 08.05.2019, 13:56 Uhr / Lesedauer: 3 min
Als Sänger Sasha noch in Ahaus in der Garage schlief

Sasha singt am 24. Mai auf dem Sümmermannplatz in Ahaus. An die Stadt hat er ganz besondere Erinnerungen. © Veranstalter

Insgesamt 18 Chartsingles, neun mit Gold und Platin ausgezeichnete Alben, vier Echos, ein Bambi, eine Goldene Kamera – Sänger Sasha hat im Laufe seiner Karriere schon so manchen Preis abgeräumt. In Ahaus steht er am Freitag, 24. Mai, beim Stadtfest mit seiner zehnköpfigen Band auf der Bühne auf dem Sümmermannplatz. Einlass ist um 18 Uhr, um 20 Uhr spielt die Ahauser Newcomer-Band Soeckers.

Sasha tritt um 21.30 Uhr auf, nach seinem gut eineinhalbstündigen Konzert schließt sich um 23 Uhr eine After-Show-Party mit einem DJ an. Tickets für das Konzert gibt es am Donnerstag, 16. Mai, ab 9 Uhr bei Ahaus Marketing und Touristik am Oldenkottplatz. Pro Person werden zwei Karten verschenkt – solange der Vorrat reicht. Insgesamt stehen 2500 Tickets zur Verfügung, die von Sponsoren verschenkt werden.

In einem Gespräch mit Radio WMW hat sich der 47-Jährige an die musikalischen Anfänge erinnert, die ihn vor genau einem Vierteljahrhundert schon einmal nach Ahaus führten. Damals trat der 1972 in Soest geborene Sänger mit seiner Band Junkfood beim allerersten Mamma-Mia-Festival auf. Die Top-Acts beim Festival am 18. Juni 1994 am alten Wüllener Sportplatz waren „Kreator“, „N-Factor“ und „Nationalgalerie“. Der Auftritt in Ahaus sei eins der ersten Festivals gewesen, auf denen er mit seiner Band Junkfood aufgetreten sei, erinnert sich Sasha. „Damals haben wir in Ahaus bei den Veranstaltern in einer Garage gepennt. Das war noch Rock‘n Roll.“

Kompliment für seine langen Haare

Nach ihm hätten die von Henning Wehland gegründeten H-Blockx aus Münster gespielt. „Das Festival sehr viel Spaß gemacht“, erinnert sich Sasha. Er habe damals Henning Wehland ziemlich cool gefunden. Henning Wehland wiederum habe ihm für seine damals ziemlich langen Haare Komplimente gemacht, berichtet Sasha. „Und seitdem sind wir Freunde geblieben.“ Ahaus sei ein Platz mit „gutem Omen“, findet der Sänger. An einen weiteren Auftritt Ende der 90er-Jahre beim Open-Air in Bocholt hat Sasha zwar auch noch Erinnerungen – „aber nicht so einschneidende wie an das Festival in Ahaus.“

Beim Konzert am 24. Mai wird er auf dem Sümmermannplatz nicht nur Songs von seinem jüngsten Album „Schlüsselkind“ singen, sondern auch seine Ohrwürmer aus den 90ern, als Beispiel sei hier „If you believe“ genannt. Mit einer erfolgreichen Künstlerkarriere von über 20 Jahren im Rücken spricht Sasha mit einem Augenzwinkern über diese Zeit. „Ich habe auch ein paar Lieder auf Englisch gemacht, die der ein oder andere vielleicht kennt und es wäre ziemlich blöd, wenn ich die nicht spielen würde.“

Mit seiner Band werde er in Ahaus „sehr schöne Versionen von alten Songs“ und einige Medleys spielen. Im Programm verwebt er auf Deutsch gesungene Lieder vom Album „Schlüsselkind“ mit seinen englischen Hits. „Das mag einem vielleicht erst mal komisch vorkommen, aber man muss einfach in Ahaus vorbeischauen und sich das Ganze live geben. Dann sieht man, dass das geht.“

Deutsche Texte

Dabei sei dem im Jahr 2018 erschienenen Album ein extrem langer Entscheidungsprozess vorausgegangen. Versuche, mit seiner Band in den 90ern deutsche Musik zu machen, „das hat nur so halb geklappt.“ Auch nach seiner Zeit als Rockabilly spielender „Dick Brave“ habe er deutsche Texte „nicht so cool“ gefunden. Doch: In der allerersten Sendung der ersten „Sing meinen Song“-Staffel – ausgestrahlt im April 2014 auf Vox – „da habe ich mich zum ersten Mal wieder mit deutscher Musik beschäftigt“. Doch bis das Album erschien, dauerte es noch vier Jahre. Sasha: „Ich ärgere mich fast schon ein bisschen, dass ich nicht eher damit angefangen habe.“

Das mag daran liegen, das Sasha (gebürtig Sascha Schmitz) aus Westfalen kommt, „den Menschen hier sagt man nach, dass sie relativ stoffelig sind. Dass es dauert, bis sie Begeisterung spüren.“ Ob das auch für die Ahauser Konzertgäste gilt? „Das ist tagesformabhängig“, hat der Künstler festgestellt. So sei auch nicht jeder Konzertgast in Hamburg unterkühlt, wie man das den Hanseaten nachsage. Auf seinen Auftritt in Ahaus freut sich Sasha ganz besonders. Wie das Konzert wird? „Toll“, antwortet er. „Ich kann in Ahaus 25-Jähriges feiern.“

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