Stadt Ahaus reagiert gelassen auf Provokationen von Bernhard Sandkuhle

mlzRecycling-Unternehmen

Bernhard Sandkuhle wirft der Stadt Ahaus Lug und Betrug vor. Und das seit Jahrzehnten. Bei der Stadt reagiert man auf solche Anschuldigungen sehr gelassen.

Ahaus

, 10.07.2019, 14:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der Ahauser Recycling-Unternehmer Bernhard Sandkuhle ist bekannt dafür, kein Blatt vor den Mund zu nehmen. Er selbst sagt über sich, dass er „schon immer aufmüpfig“ gewesen sei und nur vor fachlicher Autorität Respekt habe. „Die Hacken zusammenzuschlagen, ist nicht mein Ding.“

Dabei schreckt der Unternehmer auch nicht vor schweren Anschuldigungen zurück. Im Gespräch mit der Münsterland Zeitung sagt er unter anderem: „Die Stadt Ahaus hat in den vergangenen 40 Jahren versucht, mich zu belügen und zu betrügen.“ Damit bezieht er sich zum einen auf den Streit um seinen Betriebsgrund an der Heeker Straße, welcher an den Ahauser Bahnhof angrenzt (wir berichteten mehrfach).

Ist die Regenwassergebühr eine „Bestrafungsgebühr“?

Aber auch auf eine Regenwassergebühr, die er nach eigenen Angaben im Gewerbegebiet als einziger bezahle. „Es ist eine Bestrafungsgebühr der Stadt, weil ich ihr zu unbequem bin“, behauptet Bernhard Sandkuhle.

Jetzt lesen

Bei der Stadt reagiert man auf solche Anschuldigungen gelassen. „Der Unternehmer hat gegen diese Gebühr geklagt und war damit erfolglos. Damit ist die Sache rechtskräftig“, erklärt Stefan Hilbring von der Pressestelle der Stadt Ahaus auf Anfrage.

Zum Beschluss der Oberverwaltungsgerichtes Münster, dass Sandkuhle eine Mauer auf seinem Betriebsgrund weiterbauen darf, sagt Hilbring: „Das Hauptverfahren steht noch aus, bis dahin plant die Verwaltung keine weiteren Schritte.“ Offenbar setzt man bei der Stadt auf Deeskalation.

Lesen Sie jetzt