Sanierung der Aussegnungshalle macht sichtbare Fortschritte – Zeitplan wird eingehalten

mlzFriedhof in Ahaus

Es ist ein mehrjähriges Projekt, doch jetzt scheint der Abschluss in greifbarer Nähe: Sichtbare Fortschritte macht die Sanierung der Aussegnungshalle auf dem städtischen Friedhof.

Vreden

, 10.08.2019 / Lesedauer: 3 min

Gerade in dieser Woche sind die Fortschritte bei der Sanierung der Aussegnungshalle deutlich geworden: Die bodentiefen Fenster wurden eingebaut, und gerade am Freitagmorgen wurde die Tür eingesetzt, durch die künftig die Besucher der Trauerfeiern die Kapelle betreten werden. „Wir sind im Zeitplan“, sagt Thomas Althaus vom Fachbereich Immobilienwirtschaft beim Besuch auf der Baustelle.

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Das werden viele gerne hören. Nach den ersten Planungen sollten die umfangreichen Neubau- und Sanierungsarbeiten eigentlich Ende vergangenen Jahres abgeschlossen sein. Baubeginn war im Sommer 2017 gewesen. Aber nun: Der Oktober steht. Thomas Althaus ist zuversichtlich. Die einzige etwas längere Verzögerung habe in jüngster Zeit die nicht vorhandene Bodenplatte in der Halle mit sich gebracht. Die musste dann neu gemacht werden, das war nicht so geplant.

Sanierung der Aussegnungshalle macht sichtbare Fortschritte – Zeitplan wird eingehalten

Die Mauer rund um die Friedhofskapelle hat den selben Klinker wie die neue Aufbahrungshalle. Die Mauer wird gerade verfugt. © Anne Winter-Weckenbrock

Eine Baustelle auf einem Friedhof ist etwas Besonderes – auch was kurzfristige Verzögerungen angeht. „Wenn eine Beerdigung abgehalten wird, dann lassen die Bauarbeiter natürlich nicht die Säge laufen“, gibt Thomas Althaus ein Beispiel für Pausen, die nicht eingeplant werden können. Gibt es zwei Beerdigungen an einem Tag, summiert sich das schon mal mit dem Ruhenlassen lauter Arbeitsschritte. Aber das nehme die Stadt natürlich in Kauf, um die Würde einer Beerdigung zu wahren.

Am Freitagmorgen sind zwei Männer mit Fugarbeiten an der Mauer beschäftigt. Die Mauer, die einen Innenhof für die Aussegnungshalle bildet, ist aus den selben hellen Klinkersteinen gemauert wie das Ende 2018 in Betrieb genommene Aufbahrungsgebäude – und ein Teil der Fassade der Aussegnungshalle wird ebenfalls mit den Klinkern versehen.

Sanierung der Aussegnungshalle macht sichtbare Fortschritte – Zeitplan wird eingehalten

Das Dach ist mit Zinktafeln eingedeckt, die Betonpfeiler wurden saniert. Eine Fensterfront gibt den Blick von der Kapelle heraus auf den Innenhof frei. Dort ist eine Grünfläche geplant. © Anne Winter-Weckenbrock

Nicht nur das macht einen helleren Eindruck. Die Aussegnungshalle wurde entkernt, auf den Grundmauern wieder aufgebaut. So ist es eine sehr grundlegende Sanierung statt eines Neubaus geworden. Neu ist: Das Vordach wurde abgerissen. Eine Seite des Gebäudes wurde geöffnet: Bodentiefe Fenster erlauben den Besuchern einen Blick nach draußen in den Innenhof, wo eine Grünfläche geplant ist. Die charakteristischen Betonpfeiler sind geblieben, sind aber auch grundlegend saniert worden.

Sanierung der Aussegnungshalle macht sichtbare Fortschritte – Zeitplan wird eingehalten

Ein Blick auf die Friedhofskapelle während der Sanierung: Die Fassade und das Dach sind so gut wie fertig, nun beginnen bald die Innenarbeiten. © Anne Winter-Weckenbrock

Die Arbeiten an der Fassade sind auch so gut wie abgeschlossen. Das Dach ist mit Zinkplatten gedeckt, die Dachüberstände müssen noch vollendet werden. „Als nächstes folgen die Putz- und Estricharbeiten“, erklärt Thomas Althaus. Ein Blick ins Innere der Aussegnungshalle verschafft schon einen guten Eindruck von der künftigen Atmosphäre in dem Raum. Ein weiteres Dachfenster, das noch gegenüber der Fensterfront eingebaut wird, wird noch für einen weiteren Lichtpunkt sorgen.

Sanierung der Aussegnungshalle macht sichtbare Fortschritte – Zeitplan wird eingehalten

Ein Blick auf die Friedhofskapelle während der Sanierung: Die Fassade und das Dach sind so gut wie fertig, nun beginnen bald die Innenarbeiten. © Anne Winter-Weckenbrock

Aus dem Boden und aus den Wänden ragen die Rohinstallationen für die Fußbodenheizung, die Beschallung und die Beleuchtung. Der Estrich wird vieles verdecken. Dieser muss dann trocknen, dann kommt der Boden, dann werden die Malerarbeiten erledigt – wie gesagt, der Oktober ist ein realistisches Ziel für die Inbetriebnahme der frisch sanierten Aussegnungshalle.

Sanierung der Aussegnungshalle macht sichtbare Fortschritte – Zeitplan wird eingehalten

Ein Blick in das Aussegnungszelt am städtischen Friedhof in Ahaus. © Stadt Ahaus

Das Zelt, das im Mai für die Zeit der Sanierungsarbeiten auf dem Friedhof aufgestellt wurde, finde durchaus Anklang, hatte Thomas Althaus vom Bestatter in Erfahrung bringen können. Die Kosten für diese Übergangslösung für ein halbes Jahr bezifferte er auf rund 35.000 Euro

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