240 Arbeitsplätze: Sanierung des Personaldienstleisters Fair verläuft planmäßig

mlzPositive Signale

Die Coronakrise hat den Ahauser Personaldienstleister Fair hart getroffen. Seit Mai läuft ein Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung. Doch es gibt positive Signale und Hoffnung für 240 Arbeitsplätze.

Ahaus

, 06.10.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der angeschlagene Ahauser Personaldienstleister Fair ist auf einem positiven Weg. Wie das Unternehmen in einer Mitteilung erklärt, habe das zuständige Amtsgericht wie erwartet Anfang Oktober 2020 das Restrukturierungsverfahren in Eigenverwaltung eröffnet.

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„Damit haben wir eine wesentliche Voraussetzung dafür geschaffen, Fair P&Q über einen Insolvenzplan zu sanieren und zu entschulden“, sagt der Sanierungsexperte Eric Coordes. Der Gläubigerausschuss habe diesem Weg bereits zugestimmt. Wenn alles gut läuft, kann der Personaldienstleister dann noch im Dezember das gerichtlich beaufsichtigte Sanierungsverfahren verlassen.

Unternehmen musste Zeit gewinnen

„Uns war bei Antragsstellung im Mai klar, dass wir Zeit gewinnen müssen, um die corona-bedingten Folgen des Lockdowns überbrücken zu können,“ sagt Coordes. Entsprechend wichtig war der Blick nach vorne „Wir mussten uns in dieser Phase auf die Zeit nach dem Lockdown vorbereiten, damit wir direkt beim Aufschwung dabei sind. Nur so war es möglich, die etwa 240 Arbeitsplätze zu sichern,“ sagt Geschäftsführerin Angela Frank.

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Diese Strategie ging bislang auf: Neben strukturellen Anpassungen beantragten die Verantwortlichen für die Beschäftigten zunächst Kurzarbeit, später dann Insolvenzgeld. Als die Konjunktur wieder Fahrt aufnahm, habe Fair seinen Kunden wieder voll zur Verfügung gestanden.

Lockdown gut überstanden

„Fair hat den Lockdown überstanden, ist gut aufgestellt und verdient wieder Geld“, sagt Coordes. Er sei zuversichtlich, dass der Personaldienstleister jetzt auch die kommenden Schritte bewältige und noch in diesem Jahr wieder frei agieren kann.

Der Personaldienstleister Fair P&Q hatte aufgrund des Lockdowns durch Covid-19 einen erheblichen Umsatzverlust erlitten, der durch die Gesellschaft nicht weiter aufgefangen werden konnte. Ende Mai hatte das Unternehmen beim Amtsgericht Münster ein Restrukturierungsverfahren in Eigenverwaltung beantragt.

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