Schlossgespräch zeigt Probleme des Mittelstandes auf

Vertrauen ist wichtig

AHAUS Die Weltwirtschaftskrise wirkt sich auch stark auf die mittelständigen Unternehmen aus. Schlimmer als der Geldverlust sei der allgemeine Vertrauensverlust, erklärte Arndt Kirchhoff am Dienstagabend beim Ahauser Schlossgespräch.

07.10.2009, 16:36 Uhr / Lesedauer: 1 min
Wies den Weg zum Wachstumspfad: Unternehmer Arndt Kirchhoff beim Schlossgespräch.

Wies den Weg zum Wachstumspfad: Unternehmer Arndt Kirchhoff beim Schlossgespräch.

Moderator Winfried Terwolbeck, stellvertretender Schulleiter des Alexander-Hegius-Gymnasium, freute sich, diesen „hochkarätigen“ Gast vorstellen zu können. Der Mittelstand sei die „Elite der deutschen Wirtschaft“, so der Pädagoge. Die Unternehmer hätten mit aller Kraft gegen die Auswirkungen der Finanzkrise gekämpft, viele erfolgreich, einige leider nicht. Der Unternehmer und auch Vorsitzender des BDI-Mittelstands-Ausschusses Kirchhoff zeigte die Wichtigkeit auf, Trends zu beobachten und entsprechend zeitig zu reagieren. Als Beispiel nannte er das Elektroauto. Viele mittelständige Unternehmen seien Familienbetriebe. „Leitung und eigenes Kapital gehören zusammen und führt auch zur Identifikation“, so seine Feststellung. Dadurch entstehe ein langfristiges Unternehmerdenken, auch für die nachfolgende Generation.

„Um die derzeitige Krise zu bewältigen, sollten wir auf einen höheren Wachstumspfad kommen, etwa zwei oder drei Prozent“, so der Fachmann. Dazu müsse man die Leistungsträger, die mittelständigen Familienunternehmen und deren Mitarbeiter, motivieren. Die steuerlichen Rahmenbedingungen sollten so sein, „dass alle Lust haben zu arbeiten“ und das Steuersystem für die Unternehmer leistungsgerecht sei. Da Deutschland selbst kaum über eigene Rohstoffe verfüge, müsse der „Rohstoff“ Bildung angehoben werden. „Ein höheres Bildungsniveau hilft uns, weiter führend in der Welt bei Technologien und Innovationen zu bleiben. Deshalb sind wir auch Exportweltmeister. Und das wollen wir auch in Zukunft sein.“

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