Schwiegermütter und Schwiegertöchter im Fokus

AHAUS "Schwiegermütter - Schwiegertöchter. Eine spannende Beziehung" lautete der Titel des Beitrags von Gabriele van Stephaudt, die Sybille Großmann zum FrauenForum eingeladen hatte.

04.03.2009, 12:56 Uhr / Lesedauer: 1 min
Schwiegermütter und Schwiegertöchter im Fokus

<p>Gabriele van Stephaudt.</p>

Van Stephaudt zeigte Möglichkeiten auf, wie trotz der weit verbreiteten Meinung über das schlechte Verhältnis zwischen Schwiegermüttern und Schwiegertöchtern für ein gutes familiäres Klima gesorgt werden kann. Denn das volkstümliche Sprichwort, dass Großmann zur Begrüßung zitierte, muss nicht immer stimmen: "Der schlimmste Stachel ist immer die Schwiegermutter." Beruflich hat die Diplom-Sozialarbeiterin in der Frauenberatung in Beckum seit 15 Jahren mit diesem Thema zu tun. Erst in den letzten Jahren erschien vermehrt Literatur dazu. "Der Mann in der Mitte ist oft das Zünglein an der Waage", machte van Stephaudt auf die Dreierbeziehung aufmerksam.

Die Möglichkeiten einer guten Beziehung der beiden Frauen in ihren Rollen skizzierte sie in vielen Fallbeispielen aus ihrer Praxis. Früher sah man die Schwiegertochter in der Nachbarschaft heranwachsen. Heute begegnen sich zwei vollkommen fremde Frauen mit ganz unbekannten Vorgeschichten und ganz unterschiedlicher kultureller Prägung. "Jede muss ihre Rolle erst lernen", so van Stephaudt.

Eine gute Mutter-Sohn-Beziehung könne eine gute Grundlage sein, wenn die Schwiegertochter hinzukommt. Dafür müsse diese Beziehung erwachsen sein und dürfe nicht auf dem Niveau der Mutter-Kind-Beziehung verharren. Gegenseitiger Respekt und gegenseitige Achtung sorgten für ein gutes Klima, Offenheit und stete Kommunikation gehörten ebenso dazu. Ganz wichtig sei auch die gegenseitige Akzeptanz und das Abstecken der Kompetenzbereiche der Frauen, so Stephaudt. "Ideal wäre es, wenn sich die Schwiegermutter bereit hält, wenn sie gebraucht wird. Sie könne so von der Schwiegermutter zur Schwiegerfreundin werden." emk

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