Sehr gute Sozialdaten: In Ahaus herrscht Vollbeschäftigung

Arbeitslosenquote in Ahaus

Beigeordneter Werner Leuker nannte im Sozialausschuss verschiedene Kennzahlen. Ahaus weise mit aktuell 2,3 Prozent landesweit eine der niedrigsten Arbeitslosenquoten aus.

Ahaus

, 15.02.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit „sehr guten Sozialdaten“ wartete Beigeordneter Werner Leuker in der jüngsten Sitzung des Sozialausschusses auf. Ahaus zähle landesweit zu den Kommunen mit der niedrigsten Arbeitslosenquote, erklärte der Beigeordnete. „Wir liegen volkswirtschaftlich bei einer Vollbeschäftigung.“ Die Arbeitslosenquote liege in Ahaus aktuell bei 2,3 Prozent.

SGB II-Quote

Auch bei der SGB II-Quote („Hartz IV“; Anteil der Leistungsberechtigten an der Bevölkerung im Alter von null bis zur Regelaltersgrenze) weise Ahaus „einen ausgesprochen guten Wert“ auf, sagte Leuker. Bundesweit liege die Quote bei 9,1 Prozent, in Nordrhein-Westfalen bei 11 Prozent, im Kreis Borken bei 5,4 Prozent und in Ahaus bei 3,2 Prozent. Eine Einschätzung, ob die Zahlen angesichts einer sich abschwächenden Konjunktur für 2019 so bleiben, wollte Werner Leuker nicht abgeben. „Schwierig“, sagte er. „Ich würde mir wünschen, dass sie so bleiben.“

Freiwillige Zuschüsse

Weiter ging es im Ausschuss mit einem Blick auf die von der Stadt im Jahr 2018 bewilligten freiwilligen Zuschüsse im sozialen Bereich. „Eine stattliche Summe“, sagte Werner Leuker und nannte einen Gesamtbetrag in Höhe von 655.000 Euro. „Das sind 385.000 Euro mehr als 2015.“ Vor vier Jahren gewährte die Stadt Zuschüsse in Höhe von rund 270.000 Euro. Im Jahr 2016 flossen 413.000 Euro an Zuschüssen, im Jahr 2017 betrugen die Zuschüsse insgesamt 597.000 Euro.

Die Steigerungen gegenüber den Vorjahren ergeben sich vor allem durch Kosten für das Integrationsangebot Fairwert-Bar (rund 100.000 Euro), Kosten für die sozialpädagogische Betreuung der Flüchtlinge (etwa 85.000 Euro), Kosten für das Integrationslotsenprojekt (rund 50.000 Euro) und die Erhöhung bei den Kosten des Familienpasses (rund 75.000 Euro), hieß es von der Verwaltung.

Flüchtlingssituation

Entkrampft hat sich in Ahaus die Flüchtlingssituation, sprach Beigeordneter Werner Leuker ein weiteres Thema an. „Wir arbeiten an der Integration.“ Michael Bethmann, Fachbereichsleiter Arbeit und Soziales, stellte verschiedene Kennzahlen vor. Das Soll an Flüchtlingen, die im laufenden Asylverfahren der Kommune zugewiesen werden, lag im Dezember 2018 bei 198 Personen.

„De facto waren zu dem Zeitpunkt in Ahaus 182 Personen da“, berichtete Bethmann. Die Quote in Ahaus betrage 91,95 Prozent. Die Soll-Quote liege bei 90 Prozent. „Im Moment muss die Stadt keine Flüchtlinge aufnehmen“, erläuterte der Fachbereichsleiter. „Nach dem Flüchtlingsaufnahmegesetz sind wir voll.“

Flüchtlingsheime

Aktuell leben in Ahaus 270 Personen, deren Asylverfahren rechtskräftig abgeschlossen ist oder die einen anerkannten Aufenthaltsstatus besitzen. Um hier die 90-Prozent-Quote zu erfüllen, müsste die Stadt theoretisch noch 178 Personen aufnehmen. Allerdings habe sich die Flüchtlingssituation deutlich entspannt. „Wir sind vorsichtig dabei, Flüchtlingsunterkünfte abzubauen.“ Die Stadt verfüge derzeit über 17 Heime mit 331 Plätzen. Die Turnhalle in Alstätte diene als Notreserve. „Das ist nicht ideal, aber so können wir kurzfristig reagieren.“ Von den 331 Plätzen in den Heimen sind 130 nicht belegt.

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