Seit 20 Jahren Protest am Zwischenlager

Sonntagsspaziergang

Der monatliche Sonntagsspaziergang am Brennelemente-Zwischenlager Ahaus wird 20 Jahre alt. Aus diesem Anlass rufen die BI "Kein Atommüll in Ahaus", das Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen sowie der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) für den jetzigen Sonntag, 21. Dezember, um 14 Uhr zu einer Jubiläums-Demo am Atommülllager Ahaus auf.

AHAUS

18.12.2014, 05:44 Uhr / Lesedauer: 1 min
Seit 20 Jahren protestieren die Atom-Gegner bei den regelmäßigen Sonntagsspaziergängen gegen das Zwischenlager in Ammeln.

Seit 20 Jahren protestieren die Atom-Gegner bei den regelmäßigen Sonntagsspaziergängen gegen das Zwischenlager in Ammeln.

Der erste Sonntagsspaziergang fand im Dezember 1994 statt, um gegen die damaligen Transporte der hochradioaktiven Brennelementekugeln vom Reaktor in Hamm-Uentrop nach Ahaus zu protestieren. Seither findet er an jedem 3. Sonntag im Monat statt.

"Doch Widerstand tut weiter Not", so die Bürgerinitiativen: Am Sonntag geht es aktuell gegen die erneut angekündigten Castor-Transporte der 300000 hochradioaktiven Brennelementkugeln vom Forschungszentrum Jülich nach Ahaus. Ebenfalls im Fokus sind die angekündigten Castor-Transporte von München/Garching nach Ahaus.

"Wir haben in den letzten 20 Jahren immer wieder gegen gefährliche Atommülltransporte demonstriert und werden dies auch gegen die angekündigten Castor-Transporte tun. Die Pläne des Forschungszentrums Jülich sind eine Unverschämtheit und eine akute Bedrohung für alle Menschen in NRW, die an den Castor-Autobahnen wohnen. Fakt ist: Es gibt keinerlei sichere Entsorgungsmöglichkeit für Atommüll. Ahaus darf nicht als Langzeit-Parkplatz für die radioaktive Hinterlassenschaft der Atomindustrie missbraucht werden. Wir fordern deshalb unmissverständlich von der NRW-Landesregierung einen sofortigen Einlagerungsstopp für das Atommüllager Ahaus und den Verzicht auf die neuen Castor-Transporte," erklärte Heiner Möllers, Vorsitzender der BI "Kein Atommüll in Ahaus" gestern in einer Pressemitteilung.

Auswirkungen gezeigt

"Wenn Ahaus heute in NRW und darüber hinaus als ein Symbol für die gescheiterte Atommüllentsorgung und die geplatzten Versprechungen der Atomindustrie gilt, dann ist dies vor allem den regelmäßigen Sonntagsspaziergängen und dem langen Atem der Anti-Atom-Bewegung zu verdanken", ergänzt Udo Buchholz vom Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU).

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt