Serie von Diebstählen auf dem Gelände für das neue Tierheim

Anzeige erstattet

Julia Steggemann ist enttäuscht und sauer. Seit bekannt geworden ist, dass die Baugenehmigung für das neue geplante Tierheim in Sabstätte vorliegt, haben bereits mehrere Diebstähle auf dem ausgewiesenen Baugrundstück an der alten B 70 stattgefunden. Steggemann vermutet gar Sabotage.

AHAUS

, 08.01.2016, 08:10 Uhr / Lesedauer: 1 min
Julia Steggemann kann schon wieder ein wenig lachen und zeigt auf das selbst gemachte Ersatzbanner.

Julia Steggemann kann schon wieder ein wenig lachen und zeigt auf das selbst gemachte Ersatzbanner.

Zuerst war am 23. Dezember ein Weihnachtsbaum verschwunden. Samt Beleuchtung, einer Solarlichterkette und Baumschmuck. Einen Tag vor Heiligabend hatten Diebe den Baum quer über das Grundstück geschleift, auf dem zukünftig drei Hallen Platz für bis zu 146 Katzen und 71 Hunde bieten sollen. Steggemann vermutete da noch simplen Diebstahl. "Vielleicht hat jemand nur einen Christbaum gewollt", so Steggemann.

Als dann aber in der Nacht zu Silvester, so die zeitliche Einschätzung der Betroffenen, auch das große Banner mit dem darauf stehenden Spruch "Los geht's" verschwand, glaubte Steggemann nicht mehr an Zufall. Zu guter Letzt wurden gar die Vermessungspflöcke des Grundstücks gestohlen, die schon eingeschlagen worden waren. Unterm Strich alles Dinge, die an sich keinen Wert haben oder einem Dieb etwas nützen. Pflöcke, Banner und Baum - "Ich vermute, dass da irgendwelche Gegner des Tierheims am Werk sind", sagte Julia Steggemann.

Querelen um den Bau

Rund ein Jahr lang habe es Querelen um den Bau des Tierheims gegeben durch den Protest von Nachbarn mehrerer Grundstücke. Bei den Entwendungen seien die Täter wohl mit einem Wagen auf das Feld gefahren, es zeichneten sich deutliche Reifenspuren ab, hat Steggemann beobachtet. Sie habe bereits mit Nachbarn gesprochen, ob sie etwas beobachtet hätten - ohne Resultat. Die Angst vor weiteren Diebstählen oder Vandalismus hält Steggemann in Atem. Wenn die Bauphase beginnen würde, könne man schließlich nicht das gesamte Grundstück permanent einzäunen. Die Baustelle müsse Fahrzeugen zugänglich sein.

"Durch Sachbeschädigung wird der Bau des Tierheims nicht verhindert. Man kann mich doch jederzeit persönlich ansprechen", ist Julia Steggemann offen.

Nichtsdestotrotz hat sie die Vorfälle nun zur Anzeige gebracht. Immerhin: ein Vredener Unternehmen hat der Tierheim-Initiatorin bereis ein neues Banner gespendet, bis dahin hilft sich die Tierliebhaberin mit einem selbst gestalteten Plakat aus. Unterkriegen lassen wolle sie sich jedenfalls nicht.

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