Diese Rakete "verirrte" sich auf den Vorplatz der Ahauser Marienkirche. Ansonsten gab es in der Innenstadt kaum Müll von abgebrannten Feuerwerkskörpern. © Johannes Schmittmann
Silvesternacht

Silvesternacht: Polizei löst große Zusammenkunft in Ottenstein auf

Trotz der Aufforderung, an Silvester kein Feuerwerk zu zünden, schossen um Mitternacht in Ahaus und Umgebung Raketen in den Himmel. Auch Verstöße gegen Corona-Regeln stellte die Polizei fest.

Der Appell von Politik und Polizei war im Vorfeld eindeutig: Bitte verzichten Sie zum Jahreswechsel auf jegliche Knallerei! Der Verkauf von Feuerwerk wurde sogar komplett verboten, das Zünden alter Raketen und Böller jedoch nicht. Und daher überraschte es kaum, dass um Mitternacht – als das vom Coronavirus geprägte Jahr 2020 sein Ende erreicht hatte – in Ahaus und Umgebung trotzdem der Himmel teilweise bunt aufleuchtete.

Eine Viertelstunde dauerte das Spektakel an, dann war weitgehend Ruhe. Subjektiver Eindruck: Trotz des kleinen Feuerwerks folgte ein Großteil der Menschen in der Region dem Wunsch der Politik und beließ es in diesem Jahr beim Knallen der Sektkorken. Am Neujahrsmorgen war von dem sonst häufig straßenfüllenden Müll abgebrannter Feuerwerkskörper in der Ahauser Innenstadt wenig zu sehen.

Kreispolizei zieht positives Fazit

Auch die Kreispolizei zog ein einigermaßen positives Fazit. In einer Pressemitteilung heißt es: „Die Polizei im Kreis Borken ist zum Jahreswechsel 2020/21 zu insgesamt 58 Einsätzen ausgerückt, so die vorläufige Bilanz des Einsatzgeschehens. Die Einsatzgründe lagen zum Großteil im Bereich der Corona-Schutzverordnung.“

Kreisweit sprachen die Beamtinnen und Beamten acht Platzverweise aus und leiteten ebenfalls acht Strafverfahren ein. Hier lagen die Gründe hauptsächlich im Bereich der Körperverletzungs- und Sachbeschädigungsdelikte. Sieben Ordnungswidrigkeitenverfahren nach Verstößen gegen Corona-Schutzverordnung wurden zudem eingeleitet. Außerdem erfolgten zahlreiche Kontrollen von Verkehrsteilnehmern.

Im Wachbereich Ahaus, inklusive der Außenbereiche, gab es nach Angaben der Polizeipressestelle 16 Einsätze. Einer stach dabei besonders in Auge. Zeugen meldeten um 00.40 Uhr rund 25 gegen die Corona-Schutzverordnung verstoßende Personen auf der Straße Rüskenkamp/Brambrink in Ottenstein. Polizeibeamte trafen die Alkohol trinkende und die Abstandsregel missachtende Gruppe an. Von sieben konnten die Personalien festgestellt werden. Die Männer im Alter von 15 bis 21 Jahren werden nun zur Kasse gebeten.

Insgesamt sei es dennoch eine „weitgehend unauffällige und ruhige“ Silvesternacht gewesen. Die exakte Bilanz kündigte die Polizeipressestelle für Montag, 4. Januar, an.

Über den Autor
1991 in Ahaus geboren, in Münster studiert, seit April 2016 bei Lensing Media. Mag es, Menschen in den Fokus zu rücken, die sonst im Verborgenen agieren.
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Johannes Schmittmann

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