So teuer wird es ab 2020 in Ahaus, seinen Sperrmüll abholen zu lassen

mlzSperrmüll

Wer ab Januar kommenden Jahres in Ahaus seinen Sperrmüll von der Firma Stenau abholen lässt, der muss dafür eine Servicegebühr bezahlen. Wir haben nachgehakt, wie teuer das wird.

Ahaus

, 27.09.2019, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nur Bares ist bei der Sperrmüll-Abholung in Ahaus Wahres: Wer ab Januar 2020 nicht in der Lage ist, seinen Sperrmüll zum neuen Wertstoffhof zu bringen, der sollte Bargeld in der Tasche haben. Zumindest dann, wenn er den Abholservice der Firma Stenau in Anspruch nimmt.

„Der Bürger zahlt an uns den Service des Sammelns und Transportierens“, erklärt Dr. Georg Grüber, einer von drei Stenau-Geschäftsführern, am Freitag im Gespräch mit unserer Redaktion.

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Der Pauschalpreis für die ersten zwei Kubikmeter Sperrmüll beträgt 25 Euro. „Plus Mehrwertsteuer“, ergänzt Grüber. Für jeden weiteren Kubikmeter Sperrmüll müssen 20 Euro (plus Mehrwertsteuer) bezahlt werden.

Die Pauschale in Höhe von 25 Euro wird auch dann fällig, wenn zum Beispiel nur ein halber Kubikmeter Sperrmüll abgeholt werden soll. Die Abholung erfolgt gegen Vorkasse, bezahlt wird bar direkt an den Stenau-Mitarbeiter.

„Keine Diskussion“

„Das ist wichtig“, sagt der Geschäftsführer. „Wir wollen keine Diskussion und keine große Rechnung schreiben.“ Eine Kartenzahlung ist übrigens nicht möglich.

Doch was ist, wenn die Meinungen zwischen dem Bürger und dem Mitarbeiter über die abzuholende Müllmenge auseinandergehen? „Klar kann man sich streiten“, sagt Georg Grüber. „Es wird eine Lösung geben. Wir werden kulant zu Werke gehen. Wir lassen es nicht zu einer Eskalation am Sperrmüllhaufen kommen.“

Der Abholservice soll voraussichtlich so vonstatten gehen: Der Bürger ruft zuerst entweder bei der Firma Stenau oder der Stadt an. Oder er schickt eine Mail. Das werde noch geklärt, sagt der Geschäftsführer.

Stenau sammelt die Anforderungen und stellt daraus Touren zusammen. „Wie lange es vom Anruf bis zur Abholung dauert, kann ich heute noch nicht sagen“, antwortet Georg Grüber auf eine entsprechende Frage. „Wir teilen dem Bürger mit, zu welchem Termin wir kommen, damit er dann den Sperrmüll bereitstellen kann.“

Alternativen

Aber was passiert, wenn der Bürger gerade an diesem Termin keine Zeit hat? „Dann muss man sich miteinander unterhalten, ob es Alternativen gibt“, sagt Georg Grüber. „Wir sind durchaus flexibel.“

Das Unternehmen und auch die Verwaltung hätten noch keine Vorstellung davon, in welchem Umfang der Abholservice in Anspruch genommen werde. Der Geschäftsführer weist aber auf folgendes hin: „Wir reden hier über Ausnahmefälle. Die Regelabfuhr ist, dass der Bürger seinen Sperrmüll kostenlos zum Wertstoffhof bringt.“

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Dessen künftige Öffnungszeiten (dienstags bis donnerstags von 13 bis 17 Uhr, freitags von 13 bis 18 Uhr, samstags von 9 bis 14 Uhr) seien nicht in Stein gemeißelt. Georg Grüber: „Wenn er geöffnet ist und keiner kommt – und alle stehen davor, wenn er geschlossen ist, dann läuft etwas falsch.“

Verkehrsführung

Probleme mit der Verkehrsführung sieht er am Gelände nicht. Der neue Wertstoffhof liegt an der Ecke Max-Planck-Straße/Einsteinstraße. Auf dem 5300 Quadratmeter großen Areal könne der Anlieferverkehr entzerrt werden. Die Zufahrten und Halteflächen seien breit dimensioniert.

Derzeit ist das Gelände geschottert, zum Start am 1. Januar 2020 wird es gepflastert sein. „Für die Pflasterarbeiten holen wir gerade Angebote ein.“

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Die Genehmigung der Bezirksregierung Münster für den Betrieb der Anlage liegt vor. Grünabfall, Holz und Sperrmüll werden auf dem neuen Wertstoffhof in loser Schüttung in Boxen angenommen.

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Hinzu kommen Container, unter anderem für Glas und Elektroschrott. Laut Georg Grüber soll es genaue Informationen zum neuen Wertstoffhof und zum Abholservice im nächsten Abfallkalender der Stadt Ahaus geben.

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