3669 Hunde sind aktuell in Ahaus gemeldet. So viele wie noch nie. In der Corona-Pandemie war die Zahl stark angestiegen. Die Dunkelziffer liegt allerdings höher. Eine Bestandsaufnahme ist aktuell nicht geplant. © picture-alliance/ dpa
Folgen der Pandemie

So viele Hunde in Ahaus wie noch nie – Dunkelziffer unbekannt

In Ahaus leben so viele gemeldete Hunde wie nie. Gerade in den Monaten seit Ausbruch des Coronavirus‘ sei die Zahl stark angestiegen. Wie viele Tiere tatsächlich in der Stadt leben, ist unbekannt.

Die Ahauser sind in der Corona-Pandemie auf den Hund gekommen. Die Verwaltung hat einen deutlichen Anstieg der Hunde in der Stadt und den Ortsteilen verzeichnet.

Beim Blick auf die städtischen Finanzen im vergangenen Finanzausschuss sprach Kämmerer Hans-Georg Althoff auch die Hundesteuer an. Deren Anstieg auf rund 200.000 Euro fällt auf den ersten Blick zwar nur gering aus, doch dahinter steckt eine andere Zahl, die es in sich hat: „Die Zahl der Hunde in Ahaus ist stark angestiegen“, sagte Hans-Georg Althoff.

Der Kämmerer führte das zu einem Großteil auf die Pandemie zurück. Die Menschen hätten sich eben ein Tier angeschafft, weil sie beispielsweise nicht verreisen konnten.

Auf 1000 Einwohner kommen fast 90 Hunde

Aktuell sind in Ahaus 3669 Hunde gemeldet. Rechnerisch kämen so knapp 90 Hunde auf 1000 Einwohner. Zum Vergleich: Ende 2019 waren es in Ahaus noch 3550 Hunde. Noch deutlicher fällt der Anstieg im Blick auf die vergangenen zehn Jahre aus: „2011 hatten wir in der Stadt 3176 Hunde“, erklärte Hans-Georg Althoff.

Dabei handele es sich natürlich nur um die tatsächlich gemeldeten Hunde. „Die Dunkelziffer wird höher sein“, sagte Hans-Georg Althoff. Genaue Zahlen könne nur eine Bestandsaufnahme bringen. Ob die demnächst in Ahaus ein Thema wird, ist aber offen. „Das lasse ich mal so im Raum stehen“, erklärte er.

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Redaktion Ahaus
Ursprünglich Münsteraner aber seit 2014 Wahl-Ahauser und hier zuhause. Ist gerne auch mal ungewöhnlich unterwegs und liebt den Blick hinter Kulissen oder normalerweise verschlossene Türen. Scheut keinen Konflikt, lässt sich aber mit guten Argumenten auch von einer anderen Meinung überzeugen.
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Stephan Rape

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