Spahn will nicht mit Piraten aufs Podium

Absage an Berufskolleg

„Reden wir darüber“, das ist das Wahlkampfmotto des CDU-Bundestagsabgeordneten Jens Spahn. Am 11. September allerdings lässt er eine Gelegenheit zum Reden aus: Dann findet eine Podiumsdiskussion mit Bundestagskandidaten im Berufskolleg Lise Meitner ohne ihn statt.

AHAUS

von von Stefan Grothues

, 02.09.2013, 17:42 Uhr / Lesedauer: 1 min
Jens Spahn

Jens Spahn

Es sei bei Podiumsdiskussionen zur Bundestagswahl ein „guter Brauch, nur Vertreter der im Bundestag vertretenen Parteien einzuladen“, so Spahn. Eine wirkliche Debatte sei „zu sechst oder siebent sicher nicht mehr händelbar“. Wichtiger aber, so Spahn weiter, sei für ihn eine grundsätzliche klare Trennlinie, wer im Bundestagswahlkampf zu Podiumsdiskussionen eingeladen werde und wer nicht. „Wie wollen Sie dann bei einer nächsten Wahl, bei der dann vielleicht auch ein Vertreter der NPD oder Kommunisten bei uns im Wahlkreis antritt, diesem die Teilnahme an einer solchen Runde verwehren?“, heißt es in seinem Brief an das Berufskolleg. Spahn schreibt darin weiter, er wolle gerne kommen, falls die Schule ihre Entscheidung noch einmal überdenken sollte. Dazu aber wird es nicht kommen, sagt Schulleiterin Michaele Grote. „Die Schüler haben im Politikunterricht den Wunsch geäußert, alle Direktkandidaten einzuladen, auch die Piraten und die AFD. Wir wollen bei dem Konzept bleiben. Grote: „Herr Spahn ist aber nach wie vor herzlich eingeladen.“

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