Stadt beendet Vertrag mit Architekt und Wettbewerbssieger

Kulturzentrum

In der schier unendliche Geschichte um den Neubau des Kulturzentrums öffnet sich ein neues Kapitel: Dieses Mal wurde der ausführende Architekt abgelöst. Darius Cwienk, Architekt aus Stuttgart und Gewinner des Architektenwettbewerbs, ist ab sofort nicht mehr zuständig. Das Büro Steggemann aus Ahaus ist an seine Stelle getreten.

AHAUS

, 09.09.2014, 19:43 Uhr / Lesedauer: 2 min
Das Grundstück an der Königstraße liegt weiter brach. Wann das Kulturzentrum gebaut wird, scheint im Moment noch nicht abzusehen zu sein. Jetzt wurde der Architekt aus Stuttgart abgelöst.

Das Grundstück an der Königstraße liegt weiter brach. Wann das Kulturzentrum gebaut wird, scheint im Moment noch nicht abzusehen zu sein. Jetzt wurde der Architekt aus Stuttgart abgelöst.

„Ich bin unter sehr unbefriedigenden Konditionen aus dem Vertrag ausgestiegen“, sagt Cwienk. Er hätte sich gerne weiter gegen den Vergleich gewehrt. „Aber ich zahle meinen Anwalt selbst. Das wäre zu teuer geworden“, sagt er. Er habe dann die Nutzungsrechte an seinen Plänen verkauft. Die Stadt könne also das Kulturzentrum nach seinen Plänen bauen. Trotzdem beziffert er einen mehrere hunderttausend Euro hohen Schaden für sein Unternehmen: „Die vielen Stunden für die Vorbereitung des Wettbewerbs und der Verlust des Kulturzentrums als Referenzobjekt sind allerdings nur sehr schwer in Zahlen zu fassen“, sagt er. Für ihn ist vor allem die direkte Vergabe der Arbeiten an das Ahauser Architekturbüro sehr fragwürdig: „Man kann die Arbeiten nicht einfach so weitervergeben. Das hätte die Stadt neu ausschreiben müssen“, sagt Cwienk.

Stadtpressesprecher Christoph Almering bestätigte am Dienstag nur, dass die Zusammenarbeit zwischen Stadt und Architekt einvernehmlich aufgelöst wurde und sich an der Zusammenarbeit mit den Fachplanern nichts ändere. Detailliertere Auskünfte hat er für heute angekündigt. Zuletzt hatte Almering noch erklärt, dass sich die Politik mit dem Thema Ende September beschäftigen werde. Der erste Spatenstich war da noch für 2015 fest vorgesehen. Anwalt Dr. Winfried Grieger, der die Stadt bei der Beendigung des Vertrages mit Cwienk begleitet hat, bestätigt, dass eine erneute Ausschreibung der Bauausführung nicht nötig sei. Das habe auch die Bezirksregierung Münster so gesehen. So solle die fristgerechte Fertigstellung des Kulturzentrums trotz allem noch ermöglicht werden. Auch die Zusage der Fördermittel soll so nicht gefährdet werden.

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