Stadt und VfL noch immer uneinig

Stadtfestlauf

Klar ist, dass der Stadtfestlauf 2015 nicht stattfindet. Klar ist auch, dass das Organisationsteam beim VfL Ahaus zurückgetreten ist. Einig sind sich Stadt und Verein aber noch nicht, wer dafür verantwortlich sein soll, dass es so gekommen ist. Unklar bleibt auch, wie der Lauf wiederbelebt werden kann.

AHAUS

, 02.03.2015, 18:52 Uhr / Lesedauer: 2 min
Ein großes Starterfeld ging vor einem Jahr beim Stadtfestlauf die fünf Kilometerdistanz an.

Ein großes Starterfeld ging vor einem Jahr beim Stadtfestlauf die fünf Kilometerdistanz an.

Dem Verein sei die Arbeit im Rathaus nicht schnell genug gegangen, allerdings habe es sich bei den offenen Themen letztlich nur um Kleinigkeiten gehandelt. Der eigentliche Lauf war aus Sicht der Verwaltung demnach nie in Gefahr. Die Probleme seien jetzt gelöst - wenn auch zu spät für den aktuellen Lauf. So hat es die Stadt in einem gemeinsamen Gespräch mit der VfL-Spitze erklärt (Münsterland Zeitung berichtete).

Der VfL Ahaus hält im Internet mit einer eigenen Erklärung dagegen. Die hat er einen Tag nach dem Pressegespräch im Rathaus veröffentlicht: Demnach habe die Stadt verzögert gehandelt. Auch seien Klärungsversuche zwischen Stadt und Verein vergeblich geblieben. Für die Zukunft wünscht sich der Verein einen kooperativeren Umgang mit der Stadt und hofft darauf, dass die Stadt wieder "als wichtiger und verlässlicher" Partner gemeinsam mit dem VfL die Anforderungen des Stadtfestlaufes erfüllt.

Irritierte Gesichter

Die Äußerungen auf der Internetseite des VfL sorgen bei der Stadtverwaltung für irritierte Gesichter. "Wir wundern uns darüber", sagte gestern auf Anfrage auch Stadtpressesprecher Stefan Hilbring. Gerade weil die Stadt gemeinsam mit dem Verein zum Pressegespräch gebeten habe und dort eigentlich alle Fragen geklärt worden seien. Die Stadt antwortete auf die Erklärung des VfL mit einer eigenen Erklärung, in der sie ihre Standpunkte aus dem Gespräch wiederholt.

Doch damit nicht genug: Für die kommenden Tage kündigt der VfL-Vorsitzende Frank Schaten einen offenen Brief an, in dem die Mitglieder des VfL Ahaus noch einmal umfassend Stellung nehmen wollen. "Den müssen wir aber erst noch formulieren", sagt er. Denn: Nach dem Gespräch sei im Verein sehr viel los gewesen. "Wir wollen nicht, dass das Orgateam in Misskredit gebracht wird", sagt er. Der VfL wolle einen fairen Abschluss. Warum er den allerdings über Erklärungen und offene Briefe statt über des direkten Pressegesprächs sucht, beantwortet er nicht direkt.

Nächster Lauf frühestens 2016

Unklar bleibt auch die Zukunft des Laufes: Der VfL könne frühestens 2016 wieder einen Stadtfestlauf planen, so Schaten. "Wir versuchen, ein neues Orgateam zu gründen", sagt er. Ob das gelingt, sei aktuell allerdings noch völlig offen.

Doch selbst falls der Verein das schafft, steht noch ein großes Fragezeichen über dem Lauf: Um 2016 wieder in die Vorbereitung einzusteigen, müssten noch verschiedene Voraussetzungen bei der Stadt erfüllt sein, so Schaten: Vor allem die zügigere Bearbeitung, eine direkte Kommunikation sowie ein zentraler Ansprechpartner.

Entscheidende Kleinigkeit?

Durch die Verzögerungen sei es bei den Vorbereitungen für den Stadtfestlauf 2015 zu enormem Zeitdruck gekommen. "Der völlig unnötig war", sagt Schaten. Auch deswegen sei das Orgateam letzten Endes zurückgetreten.

Hilbring räumt ein, dass es eine Zeit lang recht langsam vorwärts gegangen sei. "Da ging es aber nur noch um Detailfragen, die so früh im Ablauf noch nicht drängend waren", sagt er. Schließlich sei der Lauf schon zwölf Mal erfolgreich abgewickelt worden. Bei der Stadt ist man für alle Vorschläge bereit: "Unsere Türen stehen offen", sagt Hilbring. Zukünftig solle die Vorbereitung weiter zentralisiert und optimiert werden. Aber: "Bei vielen Fragen gibt es eben mehr als einen Ansprechpartner", sagt er.

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