Stadtwerke Ahaus wollen ihren Kunden in der Corona-Krise helfen

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In einem Brief an die Stadtwerke setzen sich die Grünen dafür ein, für die Zeit der Corona-Krise angekündigte Versorgungssperren nicht auszuführen. Stadtwerke-Chef Karl-Heinz Siekhaus hat reagiert.

24.04.2020, 07:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Durch das Coronavirus sind auch in Ahaus beträchtliche wirtschaftliche Schäden entstanden – oder werden noch entstehen. Vielen Unternehmen und Geschäften brach durch die Beschränkungen der Coronaschutzverordnung der Umsatz weg.

Kleinunternehmen, Einzelhandel, Gastronomie und etliche weitere Unternehmen stehen vor großen finanziellen Schwierigkeiten. Auch von Kurzarbeit betroffene Personen blicken angesichts ihrer finanziellen Lage bangen Blickes auf jede kommende Rechnung.

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Die Ratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen wollte von den Stadtwerken Ahaus wissen, ob sie sich an den Grundsatz hält, während der Corona-Krise besondere Rücksicht walten zu lassen. Es geht darum, bei Zahlungsrückständen von Privathaushalten und Gewerbebetrieben keine Unterbrechungen der Strom-, Gas-, Wärme- und Wasserversorgung vorzunehmen.

Die Grünen fordern Unterstützung

Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, seien die Menschen angehalten, zu Hause zu bleiben. „Daher ist es wichtig, dass sie dabei soweit es geht unterstützt werden“, erklärt Dietmar Eisele, Vorsitzender der Ahauser Grünen.

In einem Brief an Stadtwerke-Geschäftsführer Karl-Heinz Siekhaus setzen sich die Grünen dafür ein, für die Zeit der Corona-Krise angekündigte Versorgungssperren bei Strom, Gas und Wasser nicht auszuführen und bereits verhängte Sperren befristet auszusetzen – soweit noch nicht geschehen.

„In der aktuellen Situation sollte die Befriedigung von Grundbedürfnissen, wie der Möglichkeit warmes Essen zuzubereiten, Nachrichten zu empfangen, eine Dusche zu nehmen oder per Mobiltelefon mit anderen in Kontakt zu bleiben, für alle Menschen in unserem Land gewährleistet sein. Dies gilt insbesondere auch für Familien mit Kindern, die vorher zum Beispiel die schulische Gemeinschaftsverpflegung in Anspruch nehmen konnten“, sagt Grünen-Vorsitzender Dietmar Eisele.

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Die Stadtwerke Ahaus antworteten den Ahauser Grünen auf ihren Brief. „Nach Auskunft der Stadtwerke gibt es einige Kunden – sowohl Privat- als auch Geschäftskunden, die gemeinsam mit den Stadtwerken nach Lösungen suchen, um die aktuell schwierige Situation zu überbrücken.“ Das teilte uns am Donnerstag Grünen-Kreistagsmitglied Jens Steiner mit. Und das bestätigte Stadtwerke-Geschäftsführer Karl-Heinz Siekhaus in einem Telefonat mit unserer Redaktion.

Sperrungen ausgesetzt

Die Stadtwerke Ahaus hätten gegenüber der Grünen-Fraktion erklärt, dass sie dabei Stundungs- oder Änderungsvereinbarungen zu den Abschlägen mit den Kunden abschließen und sich dabei sehr kulant zeigen. „Bei Groß- und Industriekunden werden die Zahlungsziele gegebenenfalls verlängert“, erklärt Stadtwerke-Chef Karl-Heinz Siekhaus. Mahnungen oder Sperrungen seien von den Stadtwerken derzeit ausgesetzt worden.

Grünen-Mitglied Jens Steiner gibt noch eine Stadtwerke-Info weiter: „Bei den Kunden, die schon vor der Krise betroffen waren und jetzt noch stärker betroffen sind, tritt das Sozialamt in die Leistungspflicht ein, so dass der Energiebezug sichergestellt wird.“

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