Städtische Kapelle zelebriert die Filmmusik

Konzert in Ahaus

Eine Auswahl aus Film- und Musicalstücken präsentierte die Städtische Kapelle Ahaus in der Stadthalle. Von Walt Disney bis Adele war alles vertreten.

26.02.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Städtische Kapelle zelebriert die Filmmusik

Beim Konzert der Städtischen Kapelle am Freitag taten sich die Musiker des großen Orchesters und Mitglieder des Jugendorchesters unter der Leitung von Tobias Liedtke für einen Musikmix zusammen.Fotos (2) Bäumer © Andreas Bäumer

Gleich drei Orchester brachte die Städtische Kapelle Ahaus für ihr Jahreskonzert am Freitag auf die Bühne. Alle spielten abwechslungsreiche Variationen berühmter Film- und Musicalstücke, „Legends of Cinema and Stage“, wie sie Moderator Stefan Vörding nannte. Er führte amüsant durch den Abend und Publikum sowie Orchester manchmal hinters Licht. Die Stadthalle war voll besetzt.

Die Jüngsten machen den Auftakt

Die Kleinsten spielten zuerst: Das Orchester Young Brass probt seit anderthalb Jahren unter der Leitung von Sebastian Terbeck. Die jungen Musiker spielten unter anderem die „Ode an die Freude“ der alten Bühnenlegende Ludwig van Beethoven. Wie auch beim Jugendorchester ist bei Young Brass mit den Orchesterproben auch eine Instrumenten-Ausbildung an der Musikschule verbunden. Terbeck findet beides wichtig: „Von Anfang an zusammen zu machen ist etwas anderes, als nur allein zu üben.“ Den ersten Gänsehaut-Moment erzeugte das Jugend-Orchester unter Leitung von Alfred Zamhöfer.

Behutsam begannen sie Adeles Titel-Lied zum Bond-Film Skyfall und ließen die Spannung ansteigen. Das Publikum lauschte gebannt. Das Jugend-Orchester besteht aus Musikern der Städtischen Kapelle und der Graeser Dorfmusikanten. „Die Zusammenarbeit mit den Graesern hat sich zu einer musikalischen Freundschaft entwickelt,“ freut sich Vörding über Austausch von Musikern und gemeinsame Projekte.

Mitglieder des Jugend-Orchesters brillierten auch zusammen mit dem großen Orchester bei einem 60s-Hitmix. Hierbei übernahm der expressive Tobias Liedtke die Leitung. Ebenfalls unter seinem Dirigat legten die erwachsenen Musiker nach der Pause noch einen Tacken zu. Die langsame Bryan-Adams-Ballade „Everything I do“ gelang ebenso gut wie Leonard Bernsteins Swing- und Latin-Töne aus der West Side Story und ein Ennio Morricone-Medley.

Musik synchron zum Filmszenen

Synchron zu Ausschnitten aus Walt Disney-Filmen wie Aschenputtel und König der Löwen spielte das Orchester passende Musik. Die Ausdrucksmittel der Filmmusik machten Orchester und Moderator Vörding einfallsreich deutlich. Wer hätte gedacht, dass eine Trillerpfeife ein wichtiges Blasinstrument sein kann und dass Schlagzeuger auch ein Stück Bahnschiene gut gebrauchen können. Ein Queen-Medley brachte das Publikum zum leichten Schunkeln. Bei „We will rock“ durfte es mittrampeln und mitklatschen. Für den großen Applaus bedankte sich das Orchester mit mehreren Zugaben, unter anderem dem Marsch „Grenzlandgruß“ von Arnold van Nek, Leiter der Kapelle von 1928-1961.

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